Arminia Bielefeld
2 : 1
Aue
Sa., 15.02.2025 14:00

2:1-Heimsieg gegen Aue

Heimsieg in der SchücoArena! Nach zuletzt zwei Anläufen in 2025 gab es gegen Erzgebirge Aue durch zwei späte Tore ein 2:1-Erfolg (0:0). Für die Erlösung sorgte Kapitän Mael Corboz aus der Distanz, ehe Julian Kania kurz darauf nachlegte.

Vor 17.903 Zuschauern schenkte Cheftrainer Mitch Kniat derselben Elf das Vertrauen, die schon in Sandhausen am vergangenen Spieltag auflief. Auch Isaiah Young schaffte es in den Kader, nachdem er sich beim Aufwärmen am vergangen Freitag am Oberschenkel verletzte. 

Während die erste Anfangsphase den Schwarz-Weiß-Blauen gehörte, kamen die Gäste aus dem Erzgebirge mit zunehmender Spieldauer immer besser in die Partie. Die Folge waren zwei Ecken, von denen die zweite den ersten kleinen Schreckmoment nach sich zog: Marvin Stefaniak (7.) schoss den Ball von außen parallel zur Torlinie, da jedoch kein Auer Spieler den Fuß noch dazwischen bekam, blieb es zum Glück ungefährlich. Für die ersten Achtungszeichen sorgten dann Joel Grodowski (11.) und Mael Corboz (14.), deren Schüsse jedoch jeweils neben dem Tor landeten. Aue, die im Umschaltspiel erwartungsgemäß mit hohem Tempo agierten, kamen immer wieder durch Flanken gefährlich vors Bielefelder Tor. Bis dahin jedoch ohne Erfolgserlebnisse. Denn wenn es brenzlig wurde, konnten sich die Arminen auf Schlussmann Jonas Kersken verlassen, der nach einer Ecke der Gäste einen Kopfball von Boris Tashchy (19.) mit den Fingerspitzen über die Latte lenkte. Schreckmoment dann Mitte der ersten Halbzeit: Nach einem langen Ball konnte Marcel Bär im Alleingang auf Kersken zulaufen, traf aber nur den Pfosten (25.). Aue legte kurz darauf nach: Stefaniak (29.) zirkelte einen Freistoß aus 20 Metern auf den linken oberen Torwinkel, doch Kersken hielt unsere Mannschaft mit seiner zweiten Glanzparade im Spiel, während auf der anderen Seite Grodowski (32.) und Roberts Uldrikis (35.) beide das Tor von Martin Männel verfehlten.

Nach dem Seitenwechsel änderte sich das Geschehen mit frühem Pressing und einigen guten Aktionen in Tornähe merklich: Joel Felix‘ Kopfball (48.) hätte fast zur frühen Führung gereicht. Unsere Mannschaft wurde nun deutlich aggressiver und kam mit mehr Zug zum Tor der Gäste in die Partie. 

Großer Aufreger nach 69 Minuten. Marius Wörl tankte sich auf rechts durch bis zum Fünfmeter-Raum, uneigennützig passte er den Ball zu Corboz zurück, der stark elfmeterverdächtig am Schuss gehindert wurde. Wenig später brachte Cheftrainer Mitch Kniat neue Kräfte auf das Grün: Drei Angreifer raus, drei neue rein (Julian Kania, Isaiah Young und Merveille Biankadi). In der Schluss-Viertelstunde setzte der DSC auf Attacke, ohne dabei die Ordnung zu verlieren. Und das wurde belohnt! Corboz, der zuvor ein weiteres Mal im Strafraum gefoult wurde, zog vom Strafraum ab und vollendete eine Willensleistung mit dem Führungstreffer (1:0; 82.). Perfekt machte den Nachmittag dann Julian Kania. Den Pass von Oppie veredelte er mit seinem siebten Saisontreffer (2:0; 86.). Auch wenn es nach dem Anschluss-Treffer von Burghardt (90.) noch einmal spannend wurde, brachte unsere Mannschaft den Sieg über die Zeit. 

Weiter geht’s am Freitag (19 Uhr) bei 1860 München.

DSC Arminia Bielefeld: Kersken – Hagmann, Felix, Schneider, Lannert (46. Oppie) – Russo – Corboz (89. Großer), Wörl – Grodowski (72. Young), Uldrikis (72. Kania), Sarenren Bazee (72. Biankadi)

FC Erzgebirge Aue: Männel – Rosenlöcher, Vukancic (66. Nkansah), Barylla, Fallmann (75. Burghardt) – Stefaniak (63. Clausen), Loune, Pepic, Sijaric (75. Seitz) – Tashchy (75. Hoffmann), Bär

Schiedsrichterin: Fabienne Michel 

Zuschauer: 17.903

Gelbe Karten: Grodowski, Schneider, Kniat - Fallmann, Rosenlöcher

Tore: 1:0 (82.) Corboz, 2:0 (86.) Kania, 2:1 (90.) Burghardt

„Wir glauben immer daran!“

Nach dem 2:1-Heimsieg äußern sich Marius Wörl, Jonas Kersken, Kapitän Mael Corboz und Cheftrainer Mitch Kniat vor den Mikrofonen der Medienvertreter. Wir haben die Stimmen für Euch zusammengefasst.

Marius Wörl: „Wir haben ein sehr gutes Spiel gemacht. In der ersten Halbzeit sind wir schwer reingekommen, Aue hatte da einige Chancen und wir waren vorne etwas unsauber. Trotzdem hatten wir gute Umschaltmomente, haben sie aber nicht immer gut zu Ende gespielt. In der zweiten Halbzeit war es ein Spiel auf ein Tor. Ich gönne vor allem Mael den Treffer, das hat er sich auf jeden Fall verdient. Das war heute ein Sieg des Willens – und er war am Ende auch verdient. In der Dritten Liga sind die Spiele immer wild, da wird es immer Phasen geben, in denen man nicht gut aussieht. Wir haben aber lange die Null gehalten und vorne getroffen, das zählt. Es gibt immer mal schlechte Phasen in einer Saison. Wir sind ein starkes Team und eine Einheit. Und genauso wollen wir weitermachen.“

Jonas Kersken: „Dafür ist ein Torwart da. Ich freue mich, dass ich dazu beitragen konnte, dass wir das Spiel gewinnen. Wir hatten eine gute Energie auf dem Platz und auch in der ersten Halbzeit ein paar gute Chancen. Ich habe großen Respekt vor Mael, so wir er mit allem umgegangen ist. Wir haben jetzt drei Punkte mehr und wollen in München an diese Leistungen anknüpfen. Das ist das klare Ziel.“

Kapitän Mael Corboz: „Es war keine gute erste Halbzeit von mir, aber ich wollte zur Zweiten aggressiver rauskommen und offensiver denken. Aue war zu Beginn gefährlich aber sie haben auch mit viel Risiko verteidigt. Wir spielen einige Aktionen nicht gut aus, waren aber oft in den Situationen drin. Wir versuchen bei uns zu bleiben, glauben immer dran und ackern jeden Tag an uns, damit wir solche Siege zuhause feiern können. Umso mehr freue ich mich, dass wir gemeinsam die drei Punkte geholt haben. Wir haben gemerkt, dass richtig viel Energie in der Truppe steckt und dass wir immer daran glauben, noch zu treffen oder zu gewinnen.“ 

Cheftrainer Mitch Kniat: „In der ersten Halbzeit mussten wir uns quälen, da hat uns Aue auch teilweise laufen lassen. Wir mussten zur zweiten Halbzeit mutiger sein, haben die Außenverteidiger weiter hochgeschoben. Das war auch der Schlüssel zum Erfolg. Wir wussten, dass wir uns auf die Einwechselspieler verlassen und dass wir uns im zweiten Durchgang immer steigern können. Sie haben das sehr gut gemacht, das hat sich heute wieder bezahlt gemacht. Die Tore fallen nicht durch Zufall. Am Ende ist es nach dem Gegentor normal, dass man nochmal zittern muss. Ich bin aber extrem stolz auf meine Mannschaft und ich glaube, dass heute alle gesehen haben, dass es am besten zusammen geht und wir gemeinsam dann immer auch eine gute Stimmung im Stadion haben.“ 

Torschüsse
Ballbesitz
Eckbälle
Freistöße
Passquote
Zweikampfquote
Fouls
Gelbe Karten
Gelb-Rote Karten
Rote Karten
Abseits
Laufdistanz (km)

„Wir haben schon schwerere Situationen gemeinsam überstanden“

Vor unserem Heimspiel gegen Erzgebirge Aue stellt sich unser Cheftrainer Mitch Kniat den Fragen der anwesenden Journalisten in der gewohnten Medienrunde. Wir haben die Aussagen für Euch zusammengefasst.

In unserem Wohnzimmer erwarten wir rund 18.000 Zuschauer. Anstoß ist um 14 Uhr. So äußert sich unser Cheftrainer Mitch Kniat über… 

… das Personal: „Isaiah Young hat Probleme am Oberschenkel. Die hat er sich bereits beim Aufwärmen in Sandhausen zugezogen. Sein Einsatz für das Wochenende ist fraglich, weil er noch kein Mannschaftstraining machen konnte. Alle anderen Spieler sind gesund und eine Option für den Spieltag.“ 

… die Mannschaftsleistung: „Ich war nach unserem Spiel in Sandhausen insgesamt zufrieden. Wir haben zwar viele lange Bälle gespielt, aber wir waren auch immer da und haben die zweiten Bälle gesichert. Auch als der Gegner sich hinten hereingestellt hat, hatten wir immer wieder Lösungen und haben Torchancen kreiert. Für mich ist es wichtig zu sehen, wie wir in diese Situationen gekommen und dass es keine Zufallsprodukte waren, sondern ganz viele gute Abläufe. Was uns fehlte war ein Tor. Deshalb bin ich natürlich mit dem Ergebnis nicht zufrieden.“ 

… den Gegner Erzgebirge Aue: „Ich habe mir Aue in der Saison schon öfter angeguckt, auch zuletzt gegen Aachen. Es ist eine Mannschaft, die eher mannorientiert denkt und immer einen Innenverteidiger auf die Achterräume vorschiebt. Wir brauchen gegen Aue andere Lösungen als noch gegen Sandhausen. Sie haben mit Marcel Bär einen Stürmer, der immer wieder Torgefahr ausstrahlt. Insgesamt haben sie eine sehr erfahrene Truppe, die mit Ball richtig gut ist. Das müssen wir verhindern.“ 

… das Heimspiel: „Wir wissen, was wir an unseren Fans haben. Wir haben vergangenes Jahr viel schwerere Situationen gemeinsam überstanden und sie waren zu einhundert Prozent da. Dass sie nach den vergangenen Spielen enttäuscht waren, können wir verstehen. Aber wenn wir ein gutes Spiel machen, reißen wir auch wieder die Zuschauer mit. Wir sind bisher zu jedem Spiel immer mit offenen Armen empfangen worden. Jeder kommt ins Stadion, um ein gutes Spiel zu sehen. Die Zuschauer genauso wie die Spieler oder das Trainerteam. Mit der Devise gehen wir auch wieder ins Heimspiel am Samstag. Wenn uns das gelingt, brauchen wir uns über nichts anderes Gedanken machen. Wenn wir so auftreten wie gegen Sandhausen bin ich mir sicher, dass wir ein gutes Spiel sehen werden.“ 

… die Aktivitäten neben dem Platz: „Wir hatten diese Woche zwar kein öffentliches Training, dafür haben die Jungs einige Termine in der Stadt absolviert (Werkstätten in Behtel, Fan-Laden, mit den Arminis oder im Loom). Das sind abwechslungsreiche Treffen, die immer auch jedem Spaß machen. Die sind gut für die Mannschaft und das machen wir immer wieder gerne." 

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