Punkteteilung in Wiesbaden
Im Spitzenspiel der 3. Liga trennen wir uns nach der dritten englischen Woche in Folge torlos vom SV Wehen Wiesbaden. Erneut bleibt der DSC ohne Gegentor und erobert durch den Punktgewinn den zweiten Tabellenplatz.

Nach der magischen Pokalnacht stand mit dem Auswärtsspiel gegen SV Wehen Wiesbaden gleich der nächste dicke Prüfstein an. Im Duell mit dem Tabellensechsten war vorher klar: Der Sieger könnte am Ende dieses Spieltages auf Platz eins springen. Nach kräftezehrenden Wochen rotierte Cheftrainer Mitch Kniat ein wenig: Für den gelbgesperrten Louis Oppie begann Felix Hagmann. Zudem standen Isaiah Young und Kaito Mizuta für Lukas Kunze und Noah Sarenren Bazee in der Startelf.
Schon vor der Partie hatte unser Cheftrainer angedeutet, dass das Spiel insgesamt nicht viele Torchancen hergeben würde. Und genauso sollte sich die Partie in der BRITA-Arena auch entwickeln. In den ersten zwanzig Minuten hatte der komplett in Weiß spielende DSC deutlich mehr von der Begegnung, wurde aber hauptsächlich durch Ecken gefährlich. Aber weder Max Großer noch Christopher Lannert bekamen den Abschluss auf das Tor von Florian Stritzel. Dafür sorgten die Gastgeber in der 18. Minute durch Fatih Kaya für einen Schreckmoment, sein Seitfallzieher verpasste das Tor von Jonas Kersken nur knapp. Die anfängliche Dominanz im Spielaufbau gaben wir mit zunehmender Spieldauer ab, denn der SVWW kam bis zur 30. Minute immer besser in die Partie. Großchancen blieben jedoch aus, bis Marius Wörl von Isaiah Young freigespielt wird. Aus kurzem Winkel kommt Wörl nur knapp nicht an Stritzel vorbei (34.). Die erste Großchance im Spiel.
Nach einer torlosen ersten Hälfte brachte Cheftrainer Mitch Kniat eine frische Kraft im Sturm. Der angeschlagene André Becker wurde durch Jeredy Hilterman ersetzt, der somit nach langer Verletzungspause zu seinem ersten DSC-Pflichtspiel kam. Und unsere Nummer neun machte sich immer wieder in vorderster Front bemerkbar, störte das Aufbauspiel, kam selbst immer wieder in aussichtsreiche Positionen und stand in der 59. nach einem Kopfball von Bjarke Jacobsen goldrichtig auf der Linie, um zur Ecke zu klären.
Mit einem Dreifachwechsel eine Viertelstunde vor Schluss versuchte Cheftrainer Kniat den Lucky-Punch zu erzwingen, brachte mit Julian Kania, Lukas Kunze und Nassim Boujellab frische Kräfte auf den Rasen. Doch weitere Höhepunkte sollten auf beiden Seiten erst kurz vor Abpfiff folgen. Erst ist es Jonas Kersken, der mit einer starken Parade gegen Ryan Johannsson seinen Kasten erneut sauber hält (87.), dann ist es Hilterman, der von halbrechts knapp links am Tor vor den rund 1.300 mitgereisten Arminen vorbeizieht (88.). Kurz darauf pfiff Schiedsrichter Dr. Robin Braun das torlose Unentschieden ab.
DSC Arminia Bielefeld: Kersken – Hagmann, Schneider, Russo, Großer, Lannert – Corboz, Wörl (76. Boujellab) – Mizuta (76. Kania), Becker (46. Hilterman), Young (76. Kunze)
SV Wehen Wiesbaden: Stritzel – Luckeneder, Jacobsen, Carstens – Greilinger (76. Johansson), Fechner (76. Kiomourtzoglou), Gözüsirin, Mockenhaupt – Kaya (86. Agrafiotis), Flotho (57. Franjic), Bätzner (86. Wohlers)
Gelbe Karten: Jacobsen/Hagmann, Hilterman, Wörl
Zuschauer: 5.134
"Heute nehmen wir das Unentschieden mit!"
Nach dem torlosen Unentschieden nach einer kräftezehrenden englischen Woche sprechen Leon Schneider, Kapitän Mael Corboz und Cheftrainer Mitch Kniat vor den Mikrofonen der Medienvertreter. Wir haben die Stimmen für Euch zusammengefasst.

Leon Schneider: „Wir wussten, dass wir hier keinen einfachen Gegner vor die Brust bekommen. Am Ende des Tages ist es ein 0:0, das ist auch nicht allzu verkehrt hier. Es sollte vorne heute nicht sein, umso wichtiger ist es, hinten die Null zu halten. Wir wollten heute alles reinwerfen, und das haben wir auch getan. Wir sind als Mannschaft nur erfolgreich, wenn alle ihren Job machen, auch die, die neu reinkommen. Das machen alle von uns. Deswegen stehen wir derzeit auch da oben.“
Kapitän Mael Corborz: „Wir sind mit dem Punkt zufrieden. Wiesbaden ist eine wirklich gute Mannschaft, das hat man heute wieder gesehen. Wir haben gut gekämpft, nach so einer Woche ist es nicht selbstverständlich. Wir haben schon wieder zu Null gespielt, das ist im Moment unsere Stärke. In dieser Liga zählt jeder Punkt. Am Ende bleibt es ein gutes Auswärtsspiel bei einer sehr guten Mannschaft. Wir haben eine richtig anstrengende Woche hinter uns, jeder ist gerade am Limit. Aber wir sind stolz auf die Woche und auch auf den Punkt hier.“
Cheftrainer Mitch Kniat: „Wir waren die ersten zwanzig Minuten ganz gut im Spiel, sind sehr gut reingekommen. Danach hat Wiesbaden das Spielgeschehen bis zur Pause übernommen, da war es schwer, wieder in die Abläufe reinzukommen. Wir haben in der Halbzeit ein paar Sachen umgestellt, wollten dann den Lucky-Punch setzen. Hinten heraus war es ein offener Schlagabtausch, wobei beide nicht mehr das größte Risiko gehen wollten. Insgesamt können wir mit dem Punkt leben, ähnlich wie Wiesbaden auch. Ich mag kein Unentschieden, aber heute nehmen wir es mit. Es war eine schwere und anstrengende Woche, dafür haben wir es heute sehr gut gemacht.“
"Wir wollen den Schwung mit nach Wiesbaden nehmen"
Vor unserem Auswärtsspiel beim SV Wehen Wiesbaden äußert sich unser Cheftrainer Mitch Kniat vor dem ArminiaClubTV-Mikrofon. Wir haben seine Aussagen für Euch zusammengefasst.

Am 13. Spieltag geht die Reise zum SV Wehen Wiesbaden. Im Vorverkauf waren rund 900 Eintrittskarten vergriffen. Die Erwartungen liegen bei etwa 1.200 mitreisenden Arminen.
Das sagt unser Cheftrainer Mitch Kniat über…
…das Pokalspiel gegen 1. FC Union Berlin: „Der Plan, den wir hatten, ist ziemlich gut aufgegangen. Wir wollten etwas anderes machen, brauchten andere Lösungen. Natürlich lief auch viel für uns aber das gehört in einem Pokalspiel auch dazu. Die Jungs durften den Abend noch genießen, aber den Tag darauf lag der Fokus schon wieder komplett auf Sonntag. Der Pokalabend hat uns noch einmal mehr zusammengeschweißt, nicht nur intern mit der Mannschaft, sondern vor allem mit den Fans. Es war ein super Spiel, in dem wir enger zusammengerückt sind. Diesen Schwung wollen wir mit nach Wiesbaden nehmen.“
… das Personal: „Julian Kania konnte am Mittwoch kurzfristig nicht spielen. Ihm geht’s aber von Tag zu Tag besser, so dass wir davon ausgehen, dass er mit nach Wiesbaden reisen wird. Christopher Lannert und Noah Sarenren Bazee hatten leichte Beschwerden nach dem Spiel. Da müssen wir noch schauen, ob sie es in den Kader schaffen. Sicher fehlen wird Louis Oppie aufgrund seiner fünften gelben Karte.“
…den Gegner SV Wehen Wiesbaden: „Die Jungs wissen, dass unser tägliches Brot die dritte Liga ist. Wenn ich einen zusätzlich für das Spiel motivieren müsste, wäre er bei uns am falschen Platz. Da mache ich mir bei meiner Mannschaft keine Sorgen. Der SV Wehen Wiesbaden hat eine hohe Qualität im Kader und sie stehen mit ihrer Fünferkette sehr kompakt. Aber auch vorne haben sie eine hohe Qualität mit Spielern, die viele Tore schießen können. Ich gehe in dem Spiel nicht von vielen Torchancen aus, deswegen sollten wir unsere wenigen, die wir bekommen, auch nutzen.
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