Schüco
DSC Arminia Bielefeld
Dortmund II
0 : 2
Arminia Bielefeld
Sa, 09.03.2024 14:00

Vor überragender Kulisse: 2:0-Sieg in Dortmund

Beim Gastspiel im Stadion Rote Erde gewinnen wir nach einer kämpferischen und spielerischen starken Leistung mit 2:0. Merveille Biankadi (11.) und Marius Wörl (29.) bringen den DSC auf die Erfolgsspur vor den rund 4.000 mitgereisten Arminen. Hier geht's zum Spielbericht.

Mit drei Veränderungen im Vergleich zur Vorwoche schickt Cheftrainer Mitch Kniat unsere Mannschaft auf den Platz. Kapitän Fabian Klos, Sam Schreck und Kaito Mizuta beginnen von Anfang an. Für sie bleiben vorerst Manuel Wintzheimer, Nicklas Shipnoski und Nassim Boujellab auf der Bank.

Mit viel Tempo und wenig Anlaufzeit ging die Partie früh in die Richtung von BVB-Schlussmann Marcel Lotka. Den ersten Abschluss nimmt sich Christoper Lannert nach einem Eckball, aber sein Versuch geht noch klar am Tor vorbei (3.). Kurz darauf klärt Louis Oppie per Grätsche und im letzten Moment vor Michael Eberwein den Ball zur Ecke, deren Ausführung auch gleich gefährlich wird. Antonis Aidonis` Abschluss wird aber noch rechtzeitig geblockt. Davon unbeeindruckt spielt unsere komplett in rot auflaufende Mannschaft druckvoll und ballsicher weiter nach vorne und belohnt sich für den Aufwand. Nach einer Lannert-Ecke behält Merv Biankadi im Sechzehner den Überblick und knallt den Ball in die Maschen (11.). Zuvor hatte er schon den Standard durch seinen Einsatz herausgeholt. Die Gastgeber kommen in dieser Phase nur durch Distanzschüsse vor das Tor von Jonas Kersken.

Durch viele Ballbesitzphasen schaffen wir es, die Gastgeber überhaupt nicht ins Spiel kommen zu lassen – im Gegenteil. Durch clevere Spielzüge gelingt es immer wieder, Dortmund unter Druck zu setzen und gefährlich vor Lotka aufzutauchen. Und immer wieder ist es der BVB-Rückhalt, der eine höhere Führung verhindert. Insbesondere im Mittelfeld mit Sam Schreck, Mael Corboz und Marius Wörl gelingt es regelmäßig ein Überzahlspiel zu kreieren. Nach 25 gespielten Minuten sind es rund 70 Prozent Ballbesitz für unseren DSC. Am Ende muss aber wieder ein Standard herhalten, um das 2:0 zu erzielen. Erneut ist es eine Ecke, die über Lannert und Mizuta kurz gespielt wird. Mit dem zweiten Ball erreicht Lannert den völlig frei stehenden Wörl, der per Kopf ins lange Eck vollendet (29.). Bis zur Halbzeit scheitern noch Mizuta und Biankadi an der Genauigkeit und Lotka, während Dortmund über Falko Michel (35. Freistoß) und Julian Hettwer Kersken zu Paraden zwingen.

Nach einer überzeugenden ersten Halbzeit geht es unverändert in Durchgang zwei. In diesem hat Schiedsrichter Sören Storks etwas mehr Arbeit als zuvor, werden die Zweikämpfe jetzt durchaus bissiger und härter. Zudem ergeben sich auf beiden Seiten auch weniger Chancen als in den ersten 45 Minuten. Der eingewechselte Dortmunder Moses Otuali wirkt erfrischend im Spiel der Gastgeber, aber unsere Viererkette bietet wenig an und gewährt dem BVB keine klaren Torchancen. In der 70. Minute bringt Mitch Kniat mit Aygün Yildirim und Nassim Boujellab zwei neue Kräfte ins Spiel. Und gerade Letzterer hat die Riesenmöglichkeit, das dritte Tor nachzulegen. Von der linken Seite zieht unsere Nummer zehn in den Strafraum, lässt drei Spieler stehen und kommt zum Abschluss. Letztlich fehlt die Kraft, den Ball zentral aufs Gehäuse zu bekommen (72.). Kurz vor Schluss ist es der ebenfalls eingewechselte Nicklas Shipnoski, der knapp eine Hereingabe von Yildirim verpasst.

Die letzten Minuten sind dann geprägt von Wechseln und einem bedachten herunterspielen der Zeit. Angefeuert von rund 4.000 Arminen bringt unsere Mannschaft das Ergebnis souverän über die Zeit. Nach fünf Extraminuten pfeift Stork das Spiel ab.

Borussia Dortmund II: Lotka – Morey (64. Pfanne), Aidonis (78. Göbel), Papadopoulos (78. Tattermusch), Semic (64. Pudel) – Hettwer, Azhil, Roggow, Eberwein, Michel (46. Otuali) – Elongo-Yombo

DSC Arminia Bielefeld: Kersken – Oppie, Großer, Schneider, Lannert (90.+3 Özkan) – Wörl (68. Yildirim), Schreck, Corboz – Mizuta (83. Shipnoski), Klos, Biankadi (68. Boujellab)

Tore: Merveille Biankadi (0:1; 11.); Marius Wörl (0:2; 30.)

Gelbe Karten: Großer, Klos/Morey, Roggow

Zuschauer: 6.269

"Ich war nicht überrascht, dass wir so gut gespielt haben!"

Nach dem 2:0-Erfolg in Dortmund äußern sich Kapitän Fabian Klos, Torschütze Marius Wörl und Cheftrainer Mitch Kniat vor den Mikrofonen der Medienvertreter. Wir haben die Stimmen für euch zusammengefasst.

Fabian Klos: „Im Vergleich zur letzten Woche war das eine deutliche Steigerung unserer Leistung. Wir haben genau das umgesetzt, was wir uns unter der Woche versprochen und vorgenommen haben. Der Weg kann nicht sein, mutlos zu spielen und die Bälle nach vorne zu schlagen, sondern über den Ballbesitz zu kommen und Mut zu zeigen. Das war in der ersten Halbzeit sehr gut. Ich hatte heute das Gefühl auf dem Platz, dass wir einfach sehr gut ins Spiel gekommen sind und keiner Angst gezeigt haben. Heute war es in einer sehr schwierigen Situation eine gute Leistung, aber das müssen wir jetzt auch durchziehen. Das, was wir an Einsatz gezeigt haben, müssen wir bis zum Ende der Saison zeigen.“

Marius Wörl: „Ich war nicht überrascht, dass wir so gut gespielt haben, weil wir die ganze Woche schon sehr gut trainiert haben. Wir müssen jetzt genauso weitermachen, das war ein top Spiel, darauf müssen wir aufbauen. Wir wollten sicher stehen, das tut uns richtig gut. Wir sind da heute erneut als Mannschaft durchgegangen, das macht uns stark. Ich habe noch nicht so viele Kopfballtore gemacht, das freut mich natürlich. Aber wichtiger sind die drei Punkte.“

Mitch Kniat: „Das war ein extrem gutes Spiel, wir mussten zwar ein paar Situationen überleben, aber insgesamt war es gut gegen den Ball und auch die Offensive war effektiver. Wir hatten uns vorgenommen, mit dem Ball immer wieder mutiger zu sein und mit Spaß dabei zu sein. Wir haben zwei Standardtore gemacht, die wir sehr sauber herausgespielt haben. Das haben wir uns auch genauso vorgenommen. Diese drei Punkte kann uns keiner mehr nehmen, aber jetzt müssen wir uns direkt auf Waldhof Mannheim vorbereiten. Dass eine Mannschaft in einem Stadion zwei Auswärtsblöcke hat, habe ich so auch noch nicht erlebt. Das zeigt, wie geil dieser Verein ist. Diese Stimmung war überragend.“

Torschüsse
Ballbesitz
Eckbälle
Freistöße
Passquote
Zweikampfquote
Fouls
Gelbe Karten
Gelb-Rote Karten
Rote Karten
Abseits
Laufdistanz (km)

Die Bilder zum Spiel

Angefeuert von rund 4.000 Armininnen und Arminen hat sich unsere Mannschaft mit einem 2:0-Erfolg in Dortmund durchgesetzt. Wir haben die Eindrücke aus dem Stadion Rote Erde für euch zusammengefasst.

"Wir müssen weiter mutig bleiben!"

Vor unserem Auswärtsspiel bei Borussia Dortmund II (Samstag, 9. März, 14 Uhr) äußert sich unser Cheftrainer Mitch Kniat im Rahmen der Spieltagspressekonferenz vor den anwesenden Medienvertretern. Wir haben die wichtigsten Aussagen für euch zusammengefasst.

Am Samstag spielen wir im Stadion Rote Erde gegen die Zweitvertretung von Borussia Dortmund. Rund 3.650 Arminninen und Arminen werden uns dorthin begleiten. Vor dem Spiel äußert sich unser Cheftrainer Mitch Kniat über…

… die Rückkehr von Noah Sarenren Bazee: „Er kam in die Kabine rein und es ging gefühlt die Sonne im Raum auf. Er hatte sofort gute Laune. Er tut nicht nur uns gut, sondern ich glaube, dass es auch für ihn gut ist, endlich wieder bei der Mannschaft zu sein. Das ist in der Reha auch die beste Zeit für einen Spieler, wenn er sich wieder mit seinen Kollegen austauschen und trainieren kann. Es hat uns extrem gefreut, dass er jetzt wieder da ist und dass er sich langsam wieder dem Platz nähert.“

… das vergangene Spiel gegen den SC Verl: „Es war mit dem Ball sicherlich das schlechteste Spiel und trotzdem war es gegen den Ball extrem diszipliniert. Wir haben nicht so viel vom Gegner zugelassen, auch wenn es sich so angefühlt hat, als wäre man viel hinterhergelaufen. Es ist viel nach Plan gelaufen und dennoch müssen wir sagen, dass es nicht mutig genug war.“

… die unveränderte Startformation: „Es gibt die Option erneut so zu spielen und trotzdem müssen wir schauen, dass wir mehr Torgefahr in unser Spiel bekommen. Gegen Verl war es nicht gut, es kann also sein, dass es Veränderungen geben wird. Dass es vermehrt lange Bälle gab war nicht gewollt und eher dem guten Anlaufverhalten des Gegners geschuldet.“

… das Personal und die Mannschaft: „Christopher Lannert wurde zum Beginn der Woche behandelt, ist aber schon wieder ins Mannschaftstraining eingestiegen. Leon Schneider war erkältet, aber auch er trainiert schon wieder. Zum Wochenende werden definitiv Thaddäus Momuluh und Noah Sarenren Bazee ausfallen. Bei Thaddel sieht es allerdings von Woche zu Woche besser aus. Ich bin zuversichtlich, dass wir in Dortmund gewinnen können. Wenn ich das nicht wäre, dann wäre ich fehl am Platz. Das zeige ich der Mannschaft jede Woche und genauso gibt mir die Mannschaft das Feedback, dass sie Vertrauen in sich selbst haben. Das sieht man auch in jeder Einheit.“ “

… die Tabellensituation: „Die Situation ist schon länger so. Wir können nur auf uns schauen und müssen unsere Spiele gewinnen, dann ist es egal, was die Mannschaften hinter uns machen. Es war klar, dass die anderen auch irgendwann gewinnen. Dieser Spieltag war einfach katastrophal, aber wir haben es in der eigenen Hand. Wir müssen weiter mutig bleiben und dürfen den Spaß am Fußball nicht verlieren. Jetzt reisen wir mit über 3.500 Zuschauern nach Dortmund und machen es dort zu unserem Heimspiel. Deswegen glaube ich, dass es gut werden wird.“

… den Gegner Borussia Dortmund: „Wir brauchen nicht zu spekulieren, wer von den Jungs spielen kann. Wenn die Aufstellung vorliegt, werden wir es wissen. Sie können Spieler nach oben abgeben und müssen eventuell auf Verletzte verzichten. Da können wir uns nicht drauf vorbereiten. Sie haben in der ersten Linie sehr viel Tempo, gehen immer wieder tief. Außerdem werden sie sehr kompakt stehen und immer wieder die Umschaltmomente nutzen. Unabhängig davon, wer da vorne am Ende aufgestellt wird.“

Zu Gast beim torhungrigen BVB II

Am Samstag gastieren wir im Stadion Rote Erde beim BVB II. Wir wagen einen Blick auf den Tabellenfünften aus Dortmund.

Mit 17 Punkten aus neun Rückrundenspielen stellt die Zweitverwertung des BVB im neuen Kalenderjahr die drittbeste Mannschaft in der 3. Liga. Lediglich der SSV Ulm sowie Preußen Münster sind noch besser in 2024 gestartet. Dieser Höhenflug hat das Team von Cheftrainer Jan Zimmermann bis auf den 5. Tabellenplatz gespült - eine starke Leistung, die auf einer gemeinschaftlichen Geschlossenheit und reichlich jungem Talent beruht. 

Der Schlüssel zum Erfolg ist für Jan Zimmermann das bevorzugte 4-3-3-System, das in der Offensive für viel Furore sorgt. Alleine mit 19 geschossenen Toren in der aktuellen Rückrunde gehört der BVB-Nachwuchs neben Münster (20) zu den treffsichersten Teams. Insgesamt 13 Gegentore im selben Zeitraum zeigen aber auch: In Begegnungen mit der jungen Mannschaft fallen im Schnitt 3,5 Tore. Es ist also auf beiden Seiten immer viel los im Strafraum. Apropos junge Mannschaft: Mit 21,9 Jahren (transfermarkt.de) stellt der BVB die jüngste Truppe der Liga, dicht gefolgt von der U23 des SC Freiburg. Hinter den beiden U23-Teams schickt der DSC den jüngsten Kader auf den Rasen. 

Bereits im Hinspiel trennten sich beide torreich: Nach der 1:0-Führung durch Marius Wörl drehte Rodney Elongo-Yombo durch seine Tore das Spiel, ehe Fabian Klos den 2:2-Endstand markierte. Am Ende verhinderte die Latte den Treffer aus der Distanz von Tom Geerkens. 

Die direkte Bilanz: 

Bisher trafen beide Teams in 18 Pflichtspielen aufeinander. Neun mal ging der DSC als Sieger hervor, drei Mal der BVB. Sechs Begegnungen endeten unentschieden, vier davon im Stadion Rote Erde. 

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