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DSC Arminia Bielefeld
Borussia M'gladbach
5 : 0
Arminia Bielefeld
So, 25.04.2021 18:00

Klare Sache in Gladbach

Im Kampf um den Klassenerhalt musste der DSC Arminia Bielefeld einen Rückschlag einstecken. Beim Champions League-Achtelfinalisten Borussia Mönchengladbach verlor unsere Mannschaft am 31. Spieltag der Bundesliga 0:5 (0:3) – bleibt aber drei Spieltage vor Schluss nach wie vor über dem „Strich“ und auf einem Nichtabstiegsplatz.

Arminia-Cheftrainer Frank Kramer hatte seine Startelf auf zwei Positionen verändert. Einmal zwangsweise auf Grund der Gelbsperre von Cedric Brunner – für ihn verteidigte Nathan de Medina hinten rechts. Die zweite Änderung: anstelle von Andreas Voglsammer begann Christian Gebauer offensiv.

Gleich der erste Borussia-Angriff, der durchkam, landete leider zum 0:1 im DSC-Netz: Stefan Lainer hatte auf dem rechten Flügel zu viel Platz, passte in den Rücken unserer Abwehr, wo Breel Embolo den Ball aus 13 Metern, noch leicht abgefälscht, versenkte (6.). Kurz danach war es erneut Embolo nach einer Lainer-Flanke, doch dieser scheitere diesmal per Kopfballaufsetzer an Stefan Ortega Moreno (8.).

Borussia blieb am Drücker und schlug zum zweiten Mal zu. Diesmal über die linke Angriffsseite, wo Hannes Wolf in die Mitte passte – dort war Marcus Thuram am schnellsten und traf zum 2:0 aus kurzer Distanz (15.). Und es kam noch schlimmer für unsere Farben: drei Minuten später hieß es 0:3 (18.). Nach einem Gebauer-Handspiel gab es Handelfmeter, den Ramy Bensebaini verwandelte.

Mönchengladbach machte weiter Dampf in der Offensive und besaß durch Thuram die nächste gute Gelegenheit. Doch Ortega Moreno parierte klasse (25.).

Und unsere Elf? Die hatte nach einem starken Steckpass von Fabian Klos auf Ritsu Doan die dicke Chance auf das 1:3 – doch freistehend vor Borussia-Keeper Yann Sommer bekam unsere Nummer acht den Ball nicht unter Kontrolle und somit auch nicht ins Tor (28.).

Die Platzherren behielten trotzdem das Kommando und hatten die nächste große Gelegenheit. Von Embolo, der im Laufduell mit Manuel Prietl im DSC-Strafraum zu Fall kam und dabei irgendwie den Ball rüberspitzelte, kam die Kugel zu Wolf, der freistehend aus wenigen Metern vorbeischoss (42.).

Dann war die erste Hälfte vorbei und unsere Mannschaft ging mit einem 0:3-Rückstand in die Kabine. Zum Wiederanpfiff hatte Frank Kramer zweimal gewechselt. Andreas Voglsammer (für Fabian Klos) und Fabian Kunze (für Masaya Okugawa) kamen aufs Feld.

Die Kräfteverhältnisse blieben zunächst ähnlich wie im ersten Durchgang. Gladbach dominant, Wolf traf aus wenigen Metern das Außennetz (49.).

Doch unsere Mannschaft ging in der Folge aggressiver zu Werke und auch in der Offensive gab es mehr Mut: Arne Maier fasste sich vom Strafraumeck aus ein Herz und zwang mit seinem Drehschuss Sommer zu einer Flugparade. Der Schweizer boxte den Ball über die Latte (53.).

Und auch in der nächsten starken Arminia-Szene stand Yann Sommer im Brennpunkt. Nach herrlicher Hereingabe von de Medina kam Gebauer aus fünf Metern frei zum Abschluss – der Gladbacher Schlussmann parierte aber grandios und verhinderte erneut einen DSC-Treffer (61.).

Die Hausherren hatten einen Gang zurückgeschaltet, lauerten nun auf Konter. Im Anschluss an einen dieser Gegenstöße verpassten die Borussen in Überzahl vor Ortega Moreno mit einem schlampigen Zuspiel von Embolo den fast sicheren vierten Treffer (65.).

Das machte dann der ehemalige Schalker wenig später viel besser. Nach einer schnellen Kombination und Vorarbeit von Denis Zakaria tauchte Embolo wieder frei vor Ortega Moreno auf – und versenkte zum 4:0 für die Gastgeber (69.).

Damit war auch die kleinste Pflanze der Hoffnung auf ein besseres Ende für unsere Elf zerstört. Gladbach ließ einfach nicht locker. Die Folge: das 0:5 durch Alassane Plea (84.) und weitere hochkarätige Chancen davor und danach. Dann war endlich Schluss.

Borussia M’gladbach:
Sommer (C) – Ginter, Elvedi, Bensabaini (85. Jantschke) – Lainer (85. Bayer), Zakaria, Neuhaus (75. Kramer), Lazaro (75. Wendt), Wolf – Embolo, Thuram (75. Plea).

DSC Arminia Bielefeld:
Ortega Moreno – de Medina, Pieper, Nilsson, Lucoqui – Maier, Prietl – Gebauer (76. Schipplock), Okugawa (46. Kunze) – Klos (C) (46. Voglsammer), Doan.

Tore:
1:0 (6.) Embolo, 2:0 (15.) Thuram, 3:0 (18., Handelfmeter) Bensabaini, 4:0 (69.) Embolo, 5:0 (84.) Plea.

Gelbe Karten:
Lazaro/de Medina.

„Es war einfach keine gute Leistung“

Die Stimmen nach der Niederlage bei der Borussia aus Mönchengladbach von DSC-Mittelfeldspieler Fabian Kunze sowie den beiden Cheftrainern, Frank Kramer (DSC) und Marco Rose (M'gladbach).

Fabian Kunze:"Die Fetzen fliegen nicht in der Kabine, das wäre auch der falsche Zeitpunkt. Es sind noch drei Spiele zu absolvieren. Wir müssen nach vorne gucken. Es war heute einfach keine gute Leistung. In den drei noch kommenden Partien kann viel passieren. Klar ist, dass wir uns deutlich verbessern müssen. Wir sind alle heiß darauf, in der Liga zu bleiben. Jeder muss sich seine Gedanken über das Spiel machen. Dann geht es mit Vollgas weiter. Wir müssen auf uns gucken."

Frank Kramer (Cheftrainer DSC):
"Das war eine sehr schmerzhafte Niederlage, ein gebrauchter Tag. Nach 18 Minuten war das Spiel schon eigentlich durch. Es war ein schlechter Auftritt von uns, so dürfen wir nicht auftreten. Man muss immer präsent und voll da sein - das haben wir nicht hinbekommen und wurden richtig bestraft. In den acht Spielen zuvor haben wir es gut hinbekommen, heute nicht. Die Tore sind zu einfach gefallen, wir haben es fahrlässig verteidigt. Jedes Gegentor ärgert mich. Bei insgesamt fünf Gegentreffern kann die Defensivarbeit nicht wirklich überzeugend gewesen sein. Wir haben nicht die Schärfe gehabt, um einen Gegner wie Gladbach zu bearbeiten. Es hatte sich nicht angebahnt. "

Marco Rose (Cheftrainer Gladbach):
"Meine Jungs waren von Beginn an scharf, gierig und aufmerksam. Wir haben die Mannorientierung im Mittelfeld gut umgesetzt, haben gut die Tiefe gefunden, uns Chancen erarbeitet, ein frühes Tor gemacht und nachgelegt. Wir sind auch nach der 3:0 drangeblieben und haben nicht nachgelassen. Zudem haben wir zu Null gespielt, Yann Sommer hat uns kurz nach der Pause vor einem Gegentor bewahrt, und wir hätten selbst sogar noch ein paar Tore mehr machen können. Insgesamt war es über 90 Minuten einfach eine starke, konzentrierte Leistung. Wir haben auch viel Spielfreude an den Tag gelegt und hatten somit alles drin im Spiel, was man gegen einen kompakt, stark verteidigenden Gegner braucht, der aggressiv spielt."

 

 

Torschüsse
Ballbesitz
Eckbälle
Freistöße
Passquote
Zweikampfquote
Fouls
Gelbe Karten
Gelb-Rote Karten
Rote Karten
Abseits
Laufdistanz (km)

Fotogalerie von der Partie in Gladbach

Die Bildergalerie zur herben 0:5-Niederlage bei der Borussia aus Mönchengladbach. (Fotos: Thomas F. Starke)

„Volle Kanne“

Zum Abschluss der Englischen Woche tritt der DSC Arminia Bielefeld am kommenden Sonntag bei Borussia Mönchengladbach an (18 Uhr). Vor der Partie im BORUSSIA-PARK trafen sich DSC-Cheftrainer Frank Kramer und Sport-Geschäftsführer Samir Arabi, um mit den Journalisten auf der digitalen PK über die aktuellsten Themen zu sprechen.

Frank Kramer über die Frische:

„Die, die Dienstag gespielt haben, waren am Mittwoch guter Laune, aber auch müde. Der Abstand zwischen Dienstag und Sonntag ist ja recht lang, wir schauen mal, was die für einen Eindruck machen. Am heutigen Freitag ist das erste Training nach Mittwoch. Wir müssen mal gucken, wie frisch der eine oder andere ist und wen wir dann wie einbauen können.“

Kramer über Borussia Mönchengladbach:

„Die Borussia verfügt über eine spielstarke Mannschaft. Sie haben Spieler in ihren Reihen, die für die Bundesliga außergewöhnliche Aktionen fahren können. Wir müssen uns darauf einstellen, dass wir unheimlich intensiv und schlau spielen müssen. Es kommt darauf an, die richtigen Situationen zu erkennen und dann konsequent zu Ende fahren zu müssen. Es wird eine große Herausforderung. Das Spiel der Borussia gegen Hoffenheim hat gezeigt, dass sie effektiv sind, aber auch, dass man sie in der einen oder anderen Situation gut erwischen kann.  

Kramer über die Stimmung in der Mannschaft und Trainingsinhalte:

„Natürlich tut die Serie der Stimmung gut und hebt das Selbstvertrauen der Jungs – wenn es angebracht ist, darf es im Training dann auch mal ein bisschen lockerer sein. Die Spannung, Aufmerksamkeit und Fokussierung haben dazu geführt, dass wir gut auf die Gegner vorbereitet sind. Im Training stehen wir permanent vor dem Tor, z.B. in kleinen Spielformen. Dort versuchen wir Automatismen zu entwickeln, die die Jungs dann hoffentlich im Spiel abrufen.“

Kramer über Stellschrauben:

„Wir haben an der Intensität geschraubt, attackieren früher, verzeichnen höhere Ballgewinne und haben dadurch kürzere Wege zum gegnerischen Tor. Die Mannschaft versucht, schneller zum Tor zu kommen. Das fasst die wichtigsten Punkte zusammen. Am Ende ist es immer die Mannschaft. Wir sind alles Begleitpersonen, die Mannschaft muss die Punkte holen. Und ich habe hier von Tag eins eine super lernwillige und intakte Mannschaft vorgefunden, die mitzieht. Wir gehen das weiter – volle Kanne!“

Samir Arabi über die aktuelle Situation:

„Es wäre gelogen, wenn man sagt, dass wir nur auf uns schauen. Natürlich schaut man mit einem Auge, was die Konkurrenz macht. Wir freuen uns sehr, dass wir die Bestätigung bekommen, mit Frank einen guten Trainer geholt zu haben, weil die Mannschaft es gut annimmt und die Punkte holt. Wir haben zum jetzigen Zeitpunkt die Möglichkeit, das großartige Ziel „Bundesliga im kommenden Jahr in der SchücoArena erreichen zu können.“

Die ganze Pressekonferenz im Video laden wir in Kürze hoch!

Mythos Mönchengladbach

Nach dem starken Drei-Punkte-Erfolg in der Englischen Woche gegen den FC Schalke 04 geht es für die Arminia am kommenden Sonntag (25.04, 18 Uhr) zu Borussia Mönchengladbach. Der Traditionsclub vom Niederrhein schaut vier Spieltage vor Schluss noch in Richtung Europa – eine Region, in der sich die ruhmreiche Borussia bestens auskennt.

Wer zwischen den Häuserreihen des Mönchengladbacher Stadtteils Eicken unterwegs ist, hat oft Glück, verdiente Borussia-Legenden zu treffen. Legenden, die einst das Gladbacher Trikot trugen und vielen Fans als Virtuosen im Kopf geblieben sind: Günter Netzer, Berti Vogts und Herbert “Hacki“ Wimmer. Bewegen tun sie sich allerdings nicht, denn ihre Körper sind aus reinem Metall gefertigt. Schon seit 1981 steht das bronzene Trio dort, wo es früher regelmäßig seine freien Nachmittage verbrachte und erinnert heute an goldene Zeiten der Elf vom Niederrhein. Zusammen kommen die drei Protagonisten der Skulptur auf unglaubliche 1.082 Gladbach-Spiele, in denen die Mannschaft fünfmal die Meisterschaft, zweimal den UEFA-Cup und einmal den DFB-Pokal gewann. Eine Zeit, an die sich die Fans der Borussia noch heute gerne zurückerinnern.

Der aktuelle Kader der “Fohlen“ kennt das internationale Geschäft fast so gut wie Netzer & Co. Insgesamt zählt das Team ganze 17 Spieler mit Erfahrungen in den A-Nationalmannschaften ihrer Heimatländer. Dazu zählen auch zwei deutsche Weltmeister von 2014 – Christoph Kramer und Matthias Ginter. Eine Menge Erfahrung also.

Vielleicht trug jene Erfahrung auch dazu bei, den Negativtrend, der seit Beginn der Rückrunde Einzug gehalten hatte, zu beenden. Das Team von Trainer Marco Rose kämpfte sich zuletzt aus einer neun Spiele anhaltenden Sieglos-Serie heraus und nahm trotz der Niederlage am vergangenen Mittwoch in Hoffenheim (2:3) seit dem 26. Spieltag zehn von 15 Punkten mit, so dass die Borussia, auf Platz sieben stehend, im Kampf um die internationalen Plätze weiter mitmischt. Die vergangene Saison beendeten die Gladbacher auf Platz vier. In der Königsklasse punkteten die „Fohlen“ in der Gruppenphase dann u.a. gegen Real Madrid (2:2) und Inter Mailand (2:2) und setzten sich in der wohl schwersten Gruppe der Champions League als Tabellenzweiter hinter Real Madrid durch – erst im Achtelfinale schieden sie gegen das englische Spitzenteam von Manchester City nach zwei 0:2-Niederlagen aus.

Der DSC blieb in seinen letzten beiden Auswärtsspielen ungeschlagen und möchte diese Serie auch im BORUSSIA-PARK fortsetzen. Ein Gegentor aus den vergangenen vier Spielen macht der Kramer-Elf dabei Mut. Auf Gladbacher Seite ist der Schweizer Yann Sommer für das Tore verhindern zuständig. Nach einer Rot-Sperre kehrt die etatmäßige Nummer eins der Gladbacher zurück in die Rose-Elf. Wie man den starken Fohlen-Schlussmann überwindet, weiß unser Kapitän Fabian Klos. Er traf im Elfmeterschießen des DFB-Pokal-Viertelfinals in der Saison 2014/2015 gegen den Gladbacher.

Der DSC-Kapitän ist nach seinem Tor im Spiel gegen Schalke 04 auch am Sonntag fit und einsatzbereit für sein 359. Arminia-Spiel. Mit dieser Anzahl kann sich Arminias Nummer neun durchaus mit den beeindruckenden Zahlen des Eickener Bronze-Trios messen.

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