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DSC Arminia Bielefeld
Arminia Bielefeld
0 : 0
Union Berlin
So, 07.03.2021 18:00

Hinten dicht! 0:0 gegen Union

Im ersten Spiel unter Cheftrainer Frank Kramer holte der DSC einen verdienten Punkt mit dem 0:0 gegen den 1.FC Union Berlin. Nach 15 Gegentoren aus den vergangenen fünf Spielen stand dank einer starken Defensivleistung und einem erneut glänzenden Stefan Ortega Moreno im DSC-Tor hinten die Null.

Für die Partie gegen die „Eisernen“ musste lediglich Cebio Soukou passen, für sein Debüt an der Seitenlinie standen Cheftrainer Frank Kramer also fast alle Optionen offen. Neu in der Startelf waren Arne Maier, Michel Vlap sowie Masaya Okugawa, welcher erstmals von Beginn an auf dem Platz stand.

Gleich in der vierten Minute wurde deutlich, welche Intensität in der Partie steckte, die am Ende 103 Minuten dauerte: Nach einem Freistoß der Arminen segelte die Kugel gefährlich in den Strafraum der Hauptstädter, wo Unions Torwart Andreas Luthe mit seinem Verteidiger Julian Ryerson zusammenstieß. Minutenlang mussten die Berliner Spieler behandelt werden, ehe es für beide glücklicherweise weitergehen konnte.

In Spielminute 13 wurde es zum ersten Mal brenzlig im Strafraum der Gäste. Nach einem starken Ballgewinn in der Berliner Hälfte tauchte Manuel Prietl vor dem Sechzehner auf. Michel Vlap bot dem Österreicher durch einen starken Lauf links in die Tiefe eine gute Möglichkeit an und zog durch seinen Weg mehrere Union-Spieler auf sich. Dadurch wurde Sergio Córdova auf rechts frei, den Prietl mit einem wunderbaren Pass bediente. Der Venezolaner kam zehn Meter frei vor Luthe zum Schuss, scheiterte mit seinem Versuch jedoch am stark reagierenden Union-Schlussmann.

Weitere Chancen blieben im intensiv gespielten ersten Durchgang Mangelware. Der DSC lauerte aus einer kompakten Defensive immer wieder auf Fehler der Berliner, die etwas mehr Ballbesitz verzeichnen konnten, sich an der gut strukturierten Bielefelder Mannschaft aber ein ums andere Mal die Zähne ausbissen. Eine gute Gelegenheit bot sich dem DSC dann durch Vlap in der 34. Minute. Nach einer Flanke Cedric Brunners kam der Niederländer am zweiten Pfosten zum Kopfball und versuchte, diesen gegen die Laufrichtung von Luthe zu setzen. Da er jedoch nicht genug Druck hinter den Ball bekam, konnte Unions Torwart den Versuch des Niederländers sicher parieren.

Aufgrund mehrerer Behandlungspausen gab es in der ersten Hälfte zehn Minuten Nachspielzeit. Nicht nur Luthe und Ryerson hatte es zwischenzeitlich "erwischt", sondern auch Córdova musste nach einem Luftzweikampf, bei dem er im Gesicht getroffen worden war, behandelt und noch im ersten Abschnitt ausgewechselt werden. Nach 55 Minuten Spielzeit pfiff Schiedsrichter Harm Osmers dann zur Halbzeit.

Beiden Mannschaften war auch in der zweiten Hälfte anzumerken, das Augenmerk vor allen Dingen darauf zu legen, das eigene Tor kompromisslos zu verteidigen. So geschah auf beiden Seiten im letzten Drittel eher wenig – bis zur 70. Minute. Unions Außenspieler Marius Bülter tankte sich auf rechts durch und zog innerhalb des Strafraums aus eher spitzem Winkel ab. Sein Schuss konnte vom sicheren DSC-Schlussmann Stefan Ortega Moreno allerdings festgehalten werden.

Im Anschluss an diese Aktion witterten die Gäste nun nochmal etwas Morgenluft und drückte den DSC mehr und mehr in die eigene Hälfte zurück. Viele zweite Bälle landeten nun bei den körperlich robusten Berlinern, die dadurch immer wieder Richtung Arminia-Strafraum marschieren konnten.

Die größte Chance zur Führung hatten die Gäste dann auch in dieser Phase. Der eingewechselte Musa konnte sich rechts im Strafraum an dem ganz starken Joakim Nilsson durchtanken und sah im Rückraum den freien Endo. Wenige Meter vor "Tego" kam der eingewechselte Japaner zum Schuss, doch Ortega Moreno zeigte sein ganzes Können und hielt den Ball bravurös.

Da auch die Schlussoffensive des DSC nichts mehr einbrachte (Voglsammers Schuss in der 92. Minute wurde von einem Unioner im Strafraum geblockt) blieb es am Ende beim leistungsgerechten 0:0-Unentschieden. Durch diesen Punkt klettert der DSC wieder auf Relegationsplatz 16 und hat mit dem Nachholspiel am kommenden Mittwoch (10. März, 18:30 Uhr, SchücoArena) gegen den SV Werder Bremen die Möglichkeit, weitere Plätze nach oben gut zu machen.

DSC Arminia Bielefeld:
Ortega Moreno - Brunner (79. de Medina), Pieper, Nilsson, Laursen - Prietl, Maier (79. Hartel), Okugawa, Vlap (65. Doan) - Córdova (29. Voglsammer), Klos (C) (79. Schipplock).

1. FC Union Berlin:
Luthe - Trimmel (C), Friedrich, Knoche, Ryerson - Ingvartsen (62. Endo), Prömel, Andrich, Bülter - Kruse (85. Gentner), Pohjanpalo (62. Pohjanpalo).

Torschüsse
Ballbesitz
Eckbälle
Freistöße
Passquote
Zweikampfquote
Fouls
Gelbe Karten
Gelb-Rote Karten
Rote Karten
Abseits
Laufdistanz (km)

Foto-Galerie zum Spiel gegen Union Berlin

Wir haben die besten Bilder zur Heimpartie gegen die "Eisernen". (Fotos: Thomas F. Starke)

„Die Vorfreude ist riesig“

Vor seinem ersten Spiel als Cheftrainer des DSC Arminia Bielefeld traf sich Frank Kramer mit den Medienvertretern auf der virtuellen Pressekonferenz vor dem Heimspiel gegen den 1. FC Union Berlin (Sonntag, 07. März, 18 Uhr).

Frank Kramer über seine Ideen:
"Es gibt keine Neuhaus-Arminia und auch keine Kramer-Arminia. Es gibt eine Arminia und für die müssen alle Spieler und Trainer alles geben. Es geht darum unseren Fans Freude zu bereiten. Und wenn uns das gelingt, freue ich mich ein Teil des Teams zu sein. Natürlich ist es so, dass man eine gewisse Richtung vorgeben muss, aber am Ende entscheidet auch, was die Spieler mit- und einbringen. Wir wollen aber immer wieder aktiv zum Tor spielen, auch dann, wenn der Gegner mal nicht damit rechnet."

...über die Anspannung vor seinem ersten Spiel als DSC-Cheftrainer und die ersten Tage:
"Die Vorfreude auf Sonntag ist riesig! Bei mir und auch bei den Spielern: Das ist Bundesliga, das ist das höchste der Gefühle! Die ersten Tage sind natürlich intensiv, man tauscht sich viel aus. Die Mannschaft ist sehr, sehr offen für alles, was wir bisher besprochen haben. Sie arbeitet sehr konstruktiv, ich habe eine intakte Mannschaft vorgefunden."

...über den kommenden Gegner und die bevorstehende intensive (englische) Woche:
"Union Berlin spielt wahnsinnig zielgerichteten Fußball, da ist nicht viel Schnickschnack dabei. Sie bringen eine Wucht mit, gegen die wir gut gegenhalten müssen. Mit Max Kruse haben sie noch eine sehr gute Option wieder dazubekommen."

In luftiger Höhe

Zum Abschluss des 24. Spieltags empfängt der DSC am kommenden Sonntag (07.03., 18 Uhr) den 1. FC Union Berlin. Die Köpenicker haben sich nach dem sagenhaften Klassenerhalt in der vergangenen Saison und einem regelrechten Höhenflug zu Beginn der laufenden Spielzeit mittlerweile im oberen Mittelfeld der Liga festgesetzt. Hoch hinaus geht es in der deutschen Hauptstadt auch am Berliner Alexanderplatz, denn dort ragt nicht nur irgendein Fernsehturm in die Höhe.

Genauer genommen ist es sogar der vierthöchste Fernsehturm Europas. Der Berliner Fernsehturm gehört zu den bekanntesten Bauwerken Deutschlands und wird mit seinen 368 Metern national von keinem anderen Gebäude überragt. Schon seit über fünf Jahrzehnten prägt der Fernmeldeturm 32, wie er auch genannt werden kann, das Berliner Stadtbild. Trotzdem gibt es neben dem ursprünglichen Bauentwurf, nach welchem die Turmkugel ursprünglich hätten vergoldet werden sollen, noch immer kuriose Geschichten über den Wolkenkratzer zu erzählen. 

Die Geschichte der vergangenen sowie laufenden Saison des 1. FC Union Berlin ist definitiv ebenfalls in die Kategorie „Kurios“ einzuordnen. Als Aufsteiger im vergangenen Jahr noch den Klassenerhalt ohne Probleme eingetütet (am Ende Platz elf), standen die Eisernen in der aktuellen Spielzeit zwischenzeitlich auf Platz fünf, bestätigten ihre Form auch ein ums andere Mal mit Punktgewinnen gegen Topklubs wie Borussia Dortmund (2:1), Bayern München (1:1), Bayer Leverkusen (1:0) oder den VfL Wolfsburg (2:2). Aus den jüngsten fünf Partien ergatterten die Berliner jedoch lediglich sechs von möglichen 15 Punkten (ein Sieg, drei Remis, eine Niederlage) und schwankten in ihrer Form zuletzt. 

Für ihre mittlerweile 34 Punkte ackern die Köpenicker insbesondere läuferisch sehr intensiv. Nach 23 Spieltagen liefen die „Eisernen“ insgesamt eine Strecke von 2759 Kilometern. Damit liegen die Berliner über 25 Kilometer vor Platz zwei, der von den Augsburgern belegt wird. Ein Klub mit Ausdauer also! 

Zwar gibt es im Berliner Fernsehturm einen Aufzug, mit welchem man innerhalb von nur 35 Sekunden vom Fuße des Gebäudes in die stählerne Kuppel gelangt, seine Ausdauer kann man jedoch trotzdem auf eine gehörige Probe stellen. Die Treppe, welche eigentlich nur für Notfälle gedacht ist, verfügt über 986 Stufen, der Rekord im Bewältigen dieser Distanz liegt bei 5:56,8 Minuten. Wenn, oben angekommen, dann der Magen knurrt - kein Problem! In der Kuppel wird man hinsichtlich einer Küche nicht fündig, dafür aber im Erdgeschoss des Gebäudes, von wo aus Speisen per Aufzug nach oben geschickt werden - welche vermutlich auch den allerhöchsten Ansprüchen gerecht werden. 

Gegen den 1. FC Union Berlin liegt die Messlatte ebenfalls hoch, es gilt für die Arminia im ersten Spiel unter Cheftrainer Frank Kramer, den ambitionierten Köpenickern Stand zu halten. Ob das funktioniert und sich der DSC gegen die „Eisernen“ behaupten kann, zeigt sich am kommenden Sonntag, welcher gleichzeitig zum Einklang in die englische Woche der Bielefelder dient. 

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