X

Datenschutzeinstellungen

Wir nutzen Cookies auf unserer Website. Einige von ihnen sind essenziell, während andere uns helfen, diese Website und Ihre Erfahrung zu verbessern.

DSC Arminia Bielefeld
Arminia Bielefeld
0 : 2
SV Werder
Mi, 10.03.2021 18:30

Verflixt und zugenäht!

Der DSC zeigt gerade im ersten Abschnitt eine ganz starke Leistung, verpasst es aber, sich für spielbestimmende 90 Minuten zu belohnen. Trotz der Bilanz von 26:5 Torschüssen für Arminia, 9:0 Ecken, 57% Ballbesitz und der besseren Spielanlage, verliert die Kramer-Elf gegen den SV Werder Bremen mit 0:2.

Nein, das Spielglück sollte es an diesem Mittwochabend nicht wirklich gut mit Arminia meinen. Eine zweifelhafte rote Karte, ein nicht gegebener Elfmeter, ein unglückliches Eigentor sowie die eine oder andere vergebene Großchance. Es kam vieles zusammen, doch trotz der 0:2-Niederlage müssen die Köpfe oben bleiben – zumal eigentlich alles stimmte: Laufeinsatz, Spielfreude, hohes Anpressen, Intensität in den Zweikämpfen und das Erspielen von Chancen. Was fehlte, waren die Tore. Und eben genanntes Spielglück – doch der Reihe nach.

Die erste große Gelegenheit auf Seiten der Bielefelder ergab sich für Amos Pieper, der in der siebten Minute nach einem Eckball von Marcel Hartel das Tor der Hanseaten per Kopf nur knapp verfehlte. Knapp war es auch in Spielminute 29, in welcher Ritsu Doan aus wenigen Metern direkt vor dem Bremer Tor an den Ball kam und ohne lang zu Fackeln abzog. Ömer Toprak konnte sich jedoch so gerade noch dazwischenwerfen und die Kugel ins Aus lenken. Das, was der DSC jedoch gerade im ersten Abschnitt anbot, war stark. Immer wieder störte die Kramer-Elf die Bremer im Spielaufbau und konnte sich so immer wieder schnell vor den gegnerischen Kasten kombinieren.

In der 42. Minute kam Andreas Voglsammer im Strafraum der Bremer zu Fall, doch Schiedsrichter Markus Schmidt ließ die Szene weiterlaufen. Unglücklich, denn ein Kontakt war da – nicht das erste Mal in dieser Saison, dass eine Szene nicht unbedingt zu Gunsten Arminias entschieden wurde. Der VAR griff auf jeden Fall nicht ein. Kurz darauf pfiff Schmidt dann doch – zur Halbzeit. Mit dem 0:0 ging es in die Katakomben.

Im zweiten Abschnitt waren keine zwei Minuten gespielt, als der Gast wie aus dem Nichts zur Führung kam. Einen langen und tiefen Ball auf die linke Bremer Seite konnte Rashica behaupten und in Richtung Mitte ziehen. Kurz vor dem Tor legte der Kosovare quer auf Josh Sargent, der jedoch von der Arminia-Defensive gut gedeckt war. Leider prallte die Kugel an den Körper Piepers, von wo aus er ins Tor trudelte (47.).

Arminia versuchte es weiter, ließ sich nicht beirren, musste aber in der 65. Minute den nächsten Nackenschlag hinnehmen. Was war passiert? Der für den angeschlagenen Jacob Laursen kurz nach der Halbzeit eingewechselte Nathan de Medina ging im Mittelfeld rustikal gegen Niclas Füllkrug zu Werke und sah vollkommen zurecht die gelbe Karte. Daraufhin meldete sich allerdings der Kölner Keller und bat Schiedsrichter Schmidt, sich die Szene noch einmal anzugucken. Lag hier eine „krasse Fehlentscheidung“ vor? Eigentlich nicht, doch nach kurzem „Review“ zückte Schmidt zur Verwunderung aller die rote Karte – der erste Platzverweis für die Arminen in dieser Saison.

Nun kam es knüppeldick – obwohl Bremen nicht viel anbot und sich kaum vorne zeigte, kamen sie eine Viertelstunde vor Schluss zur 2:0-Führung. Einen feinen Doppelpass von Rashica und Maxi Eggestein verwertete der eingewechselte Kevin Möhwald frei vor Ortega Moreno zum 2:0. Wenn Bremen an diesem Tag eines war, dann effizient.

Auch in Unterzahl versuchten die Bielefelder gegen Ende des Spiels alles, um den Anschlusstreffer zu erzielen und kamen dem Bremer Kasten oft gefährlich nahe, scheiterten in letzter Instanz jedoch ein ums andere Mal (Klos 78./80./83. & Doan 82./88.) an Schlussmann Jiri Pavlenka oder verfehlten den Kasten knapp.

So blieb es beim schmeichelhaften 2:0 für die Gäste. Nun gilt es, den Blick schnell wieder nach vorne zu richten – beim Gastspiel in Leverkusen (Sonntag, 13:30 Uhr) besteht die nächste Chance auf Punkte.

DSC Arminia Bielefeld:
Ortega Moreno (C) - Brunner, Pieper, Nilsson, Laursen (52. de Medina) - Prietl, Kunze (76. Schipplock), Hartel (62. Vlap), Maier (76. Gebauer) - Doan, Voglsammer (62. Klos).

SV Werder Bremen:
Pavlenka - Veljkovic, Toprak, Friedl - Gebre Selassie (C), M. Eggestein, Schmid (85. Groß), Agu (46. Augustinsson) - Bittencourt (64. Möhwald), Rashica (83. Selke) - Sargent (64. Füllkrug).

Tore:
0:1 (47./Eigentor) Pieper, 0:2 (75.) Möhwald.

Gelbe Karten:
Pieper/Friedl, M. Eggestein

Rote Karte:
de Medina (72. grobes Foulspiel, nach VAR)

Torschüsse
Ballbesitz
Eckbälle
Freistöße
Passquote
Zweikampfquote
Fouls
Gelbe Karten
Gelb-Rote Karten
Rote Karten
Abseits
Laufdistanz (km)

Foto-Galerie zum Spiel gegen Werder Bremen

Es sollte nicht sein. Trotz guter Leistung verlieren wir mit 0:2 gegen den SV Werder Bremen. Wir haben hier die besten Impressionen der Partie für euch. (Fotos: Thomas F. Starke)

Sprung in der Tabelle? „Das sollte uns Mut geben“

Nach dem Spiel ist vor dem Spiel. Dies zählt diese Woche umso mehr, da der DSC Arminia Bielefeld nur vier Tage nach seinem Heimspiel gegen den 1. FC Union Berlin am Mittwochabend (18:30 Uhr) den SV Werder Bremen empfängt. Vor der Nachhole-Partie des 20. Spieltages kamen DSC-Cheftrainer Frank Kramer und Geschäftsführer Samir Arabi im Presseraum der SchücoArena zusammen, um sich auf der Pressekonferenz den Fragen der Journalisten zu stellen.

Frank Kramer über die andauernde Findungsphase:
"Die Gespräche gehen permanent weiter, das hört auch nie auf, da Kommunikation unter Menschen sehr wichtig ist. So weiß jeder, was wir gemeinsam tun müssen. Alle Spieler sind gewillt, die Ideen im Sinne der Mannschaft umzusetzen. Da besteht eine große Offenheit."

…über die Marschroute für das Spiel:
"Wir wollen ein gutes Spiel machen, das wird eine harte Nuss, Werder ist ein unangenehmer Gegner mit einem guten Umschaltspiel. Wir wollen Werder hoch packen und gute Ballgewinne haben. Zweite Bälle und körperliche Robustheit sind wichtig – das wissen die Jungs. Ich gehe davon aus, dass wir auch wieder versuchen, Werder früh unter Druck zu setzen, um sie nicht ins Spiel kommen zu lassen. Das ist ein Grundprinzip, den Gegner zu Fehlern zu zwingen, damit wir selbst Möglichkeiten bekommen."

…über mögliche Änderungen in der Startelf:
"Es ist immer eine Option frische Jungs zu bringen. Es ist aber auch wichtig, ein stabiles Fundament zu haben. Letztlich werden wir es davon abhängig machen, wie die Jungs sich heute beim Nachmittagstraining zeigen und was für einen Eindruck sie machen. Wir brauchen für diese intensive Spielweise die totale Überzeugung und die körperliche Präsenz."

Samir Arabi über den Termin des Nachholspiels:
"Es ist völlig irrelevant. Wer den Platz damals gesehen hat, hat gesehen, dass er nicht bespielbar war. Deshalb beschäftigen wir uns gar nicht damit, weil wir es ja auch nicht ändern können. Wir nehmen die Aufgabe jetzt so an, wie sie vor uns liegt. Wir können uns in der Tabelle verbessern und das sollte uns Mut geben."

Jóan Símun Edmundsson fällt aufgrund muskulärer Probleme für die Partie gegen die Norddeutschen aus. Cebio Soukou ist nach längerer verletzungsbedingter Abwesenheit wieder ins Training eingestiegen.

Die PK laden wir in Kürze dann auch hier noch für euch als Video hoch.

Klappe, die zweite!

Am kommenden Mittwoch (10.03., 18:30 Uhr, SchücoArena) bekommt der DSC Arminia Bielefeld Besuch aus dem hohen Norden. Das Bundesliga-Nachholspiel gegen den SV Werder Bremen steht auf dem Programm. In einem historischen Bremer Kino stehen hingegen Filme auf dem Programm - und das schon seit über 50 Jahren.

Das Cinema im Ostertor, welches im gleichnamigen Stadtteil in Bremen zu finden ist, gilt als das erste und damit älteste Programmkino Deutschlands. Am 7. November 1969 wurde die Eröffnung gefeiert - zuvor war das Haus seit 1934 für Kammer-Lichtspiele genutzt worden. Bis heute zeigt das Kino, welches im denkmalgeschützten Ostertorsteinweg 105 beheimatet ist, künstlerisch anspruchsvolle Filme, die sich abseits der Norm bewegen. Die Größe des Lichtspielhauses ist dabei überschaubar – ein einziger Saal bietet Platz für 134 Zuschauer. 

Die Leistungen des SV Werder Bremen konnten in den vergangenen Wochen nicht unbedingt als überschaubar, sondern vielmehr als wechselhaft bezeichnet werden: Aus den jüngsten fünf Spielen konnten die Norddeutschen sechs von möglichen 15 Punkten ergattern, erlebten dabei mehr oder minder eine kleine Achterbahn der Gefühle (1:1 gegen Schalke, 0:0 gegen Freiburg, 0:4 gegen Hoffenheim, 2:1 gegen Frankfurt, 1:1 gegen Köln) – nach 23 absolvierten Spielrunden stehen die „Deichkicker“ auf Platz zwölf in der Tabelle.

Im Februar zogen die Bremer zudem durch einen 2:0-Sieg gegen Greuther Fürth in das DFB-Pokal-Viertelfinale ein. Es ist bereits das vierte Jahr in Folge, in welchem sich die Mannschaft von Trainer Florian Kohfeldt für die Runde der letzten acht im DFB-Pokal qualifizieren konnte – eine starke Serie!

Eine etwas hartnäckige Serie erlebte die Weser-Elf im vergangenen Herbst: gleich fünfmal hintereinander spielten die Werderaner Unentschieden (gegen Freiburg, Hoffenheim, Frankfurt, Köln und München), fünfmal hintereinander endete die jeweilige Partie 1:1. Der Bundesliga-Rekord für die meisten Remis in Serie liegt übrigens bei acht Punkteteilungen hintereinander – Waldhof Mannheim gelang dieses Kunststück in der Bundesliga-Saison 1984/1985 und darf sich seit nun mehr fast 36 Jahren mit dieser besonderen Serie auszeichnen.

Mit vielen Auszeichnungen kann sich auch das Bremer Cinema im Ostertor schmücken. Über 50 Kinoprogrammpreise wurden dem Lichtspielhaus bisher verliehen, welches sich hinsichtlich des Genres seiner Filme stets treu geblieben ist. Von Gerd Settje gegründet, ist die Leitung des Kinos bis heute im engsten Familienkreis geblieben: Mittlerweile führen dessen Kinder den Betrieb. 

 

Ordentlich Betrieb herrscht am Mittwoch wohl auch in der SchücoArena, schließlich hat es in mittlerweile 33 Bundesliga-Partien beider Teams noch nie ein 0:0 gegeben. Ob das Drehbuch des Spiels ähnlich spannend geschrieben sein wird, wie in allen Begegnungen seit 1970, als beide Klubs zum ersten Mal aufeinandertrafen, bleibt abzuwarten. Erstmal heißt es ab 18:30 Uhr: Vorhang auf, Film ab!

Benachrichtigungen

Wir schicken dir bei besonderen Meldungen eine Benachrichtigung direkt in deinen Browser.