X

Datenschutzeinstellungen

Wir nutzen Cookies auf unserer Website. Einige von ihnen sind essenziell, während andere uns helfen, diese Website und Ihre Erfahrung zu verbessern.

DSC Arminia Bielefeld
Hoffenheim
0 : 0
Arminia Bielefeld
Sa, 16.01.2021 15:30

Stabile Defensive beschert Punkt

Durch das dritte zu Null aus den vergangenen vier Spielen sichert sich der DSC Arminia Bielefeld einen wichtigen Punktgewinn bei der TSG Hoffenheim. Beim 0:0 sticht vor allen Dingen die bombenfeste Defensive hervor.

Für das Spiel gegen die TSG 1899 Hoffenheim musste Uwe Neuhaus verletzungsbedingt auf Manuel Prietl, Andreas Voglsammer und Noel Niemann verzichten. Ansonsten vertraute der Übungsleiter der gleichen Startelf, die in der Vorwoche 1:0 gegen Hertha BSC gewinnen konnte.

Der Spielbeginn war gezeichnet vom beidseitigen Abtasten der beiden Mannschaft, gute Möglichkeiten blieben zunächst auf der Strecke. Dennoch zeichnete sich das Spiel von Minute eins von einer hohen Intensität beider Mannschaften aus.

Die erste Annäherung gelang den Gastgebern, die in Form eines Kopfballs von Angreifer Munas Dabbur aber ein Stück über den Kasten der Bielefelder flog und schließlich auf dem Tornetz landete (7.). Hoffenheim erspielte sich zunächst ein leichtes spielerisches Übergewicht, welches sie in der 19. Minute beinahe mit dem 1:0 vergoldet hätten – wieder war es Dabbur, der die Führung auf dem Fuß hatte, doch bei seinem Schuss im Strafraum war Stefan Ortega Moreno im Kasten des DSC stark zur Stelle! Die Arminen ließen den Ball immer wieder gefällig und ruhig durch die eigenen Reihen laufen, doch da auch die Hoffenheimer Defensive im letzten Drittel wenig Räume zuließ, kam die Neuhaus-Elf zunächst zu keinen nennenswerten Abschlüssen.

Dies änderte sich dann aber in der 38. Minute – Sergio Córdova ging vor dem Strafraum ins Eins gegen Eins und konnte dabei nur durch ein Foulspiel gestoppt werden. Diesen setzte Ritsu Doan äußerst knapp über das Tor. So blieb es beim 0:0 in einem von Taktik und Leidenschaft geprägten Spíel.

Beide Mannschaften kamen energisch aus der Kabine, sodass die Intensität der Partie nicht nachließ – im Gegenteil: Sowohl die Gastgeber als auch der DSC kamen nun vermehrt zu Angriffen, die oft erst in der Gefahrenzone endeten. So musste die stabile Defensive Arminias in der 52. (Chance Samassekou) und 56. Minute (Chance Kramaric) zweimal durchatmen, doch mit zunehmender Spielzeit kamen nun auch die Bielefelder vermehrt zu Chancen, die teils mutig und schön herausgespielt wurden.

Eine Viertelstunde vor Schluss wurde es dann brisant: Der eingewechselte Sven Schipplock kam im Sechzehner der TSG zu Fall, doch trotz Eingreifen des VARs und dem Kontakt am DSC-Angreifer entschied Schiedsrichter Marco Fritz zum Leidwesen aller Arminen nicht auf Strafstoß. Eine zumindest fragwürdige Entscheidung, die den DSC jedoch nicht lange beschäftigte, da nun zur Schlussoffensive geblasen wurde.

So kam Marcel Hartel in der 81. Minute mit ein wenig Platz zum Abschluss, sein Schuss konnte von Hoffenheims Torwart Baumann allerdings problemlos pariert werden. Kurz darauf hatte der nun Ton angebende DSC tatsächlich die Chance zum Auswärtssieg. Doan wurde auf der halbrechten Position schön freigespielt und lief aus spitzem Winkel frei auf das Hoffenheimer Tor zu. Den Flachschuss des Japaners konnte Baumann allerdings mit einer starken Aktion abwehren.

Nach vierminütiger Nachspielzeit pfiff Fritz die Partie in der PreZero-Arena schließlich ab. Mit einem Punkt im Gepäck geht es für den DSC zurück nach Bielefeld, wo in der kommenden Woche gleich zwei Gegner (Stuttgart und Frankfurt) in der SchücoArena gastieren werden.

Mit dem guten Gefühl von vier Punkten aus den vergangenen beiden Spielen und drei "Zu-Null-Spielen" aus den vergangenen vier Partien, kann die Neuhaus-Elf diese kniffligen Aufgaben mit einer gesunden Portion Selbstvertrauen angehen.

TSG Hoffenheim:
Baumann (C) – Vogt (46. Nordtveit), Posch, Adams – Rudy, Gacinovic (88. Belfodil), Samssékou, John – Dabbur (79. Adamyan), Kramaric, Bebou.

DSC Arminia Bielefeld:
Ortega Moreno – Brunner (58. de Medina), Pieper, Nilsson, Laursen – Doan, Hartel (90. Seufert), Kunze, Yabo (67. Schipplock) – Córdova, Klos (C).

Gelbe Karten:
John/Nilsson

Torschüsse
Ballbesitz
Eckbälle
Freistöße
Passquote
Zweikampfquote
Fouls
Gelbe Karten
Gelb-Rote Karten
Rote Karten
Abseits
Laufdistanz (km)

Foto-Galerie zum Spiel in Hoffenheim

Mit einem Punkt im Gepäck reiste der DSC-Tross am frühen Samstagabend Richtung Bielefeld. Durch das 0:0 bei der TSG Hoffenheim holt Arminia einen wichtigen Punkt und bleibt im dritten von den vergangenen Spielen ohne Gegentor. Wir haben die besten Bilder aus der PreZero-Arena für euch in unserer Galerie. (Fotos: Thomas F. Starke)

„Wir wollen ein Gegner sein, gegen den man nicht gerne spielt“

Vor dem Auswärtsspiel bei der TSG Hoffenheim (Samstag, 16. Januar, HALBVIER) trafen sich Uwe Neuhaus, Samir Arabi und Fabian Kunze im Presseraum der SchücoArena, um dort an der digitalen Pressekonferenz teilzunehmen. Im Gespräch mit den Journalisten gaben die DSC-Protagonisten ihre Einschätzungen zu unterschiedlichen Themen ab.

Uwe Neuhaus über den kommenden Gegner:
"In Topverfassung sind sie eine der besten Mannschaften der Liga, das haben sie gegen Bayern und in der Europa League gezeigt. Aktuell haben sie nicht die beste Phase, das wollen wir ausnutzen. Sie sind sehr spielstark und erspielen sich viele Großchancen, nutzen davon aber wenige. Ich hoffe natürlich, dass der Knoten nicht gegen uns platzt."

Uwe Neuhaus über die Umstände von "außen":
"Druck macht man sich immer selber: Man ist engagiert und hat eigene Ziele. Ob da jetzt eine Schlagzeile mehr oder weniger ist, ist nicht entscheidend. Den Druck macht man sich selbst, der kommt nicht von Außen.

Uwe Neuhaus über die Einstellung seiner Mannschaft:
"Die Lust, der Wille und die Leidenschaft müssen immer da sein, das muss ich konstant von der Mannschaft verlangen können. Wenn wir das immer auf den Platz bringen, können wir auch den ein oder anderen Gegner schlagen."

Mittelfeldspieler Fabian Kunze über das Hertha-Spiel:
"Der Sieg gegen Hertha war ja keine Leistung von 90 Minuten, sondern das Zeugnis von einer guten Entwicklung der Mannschaft. Wir wollen ein Gegner sein, gegen den man nicht gerne spielt und das durfte Hertha am Wochenende erfahren."

Fabian Kunze über seine Entwicklung:
"Ich sehe meine Entwicklung positiv. Ich denke mit dem Aufstieg und den Spielen in der Bundesliga habe ich nochmal einen Sprung gemacht. Im Moment fällt es mir sehr einfach, was aber ein Zeugnis von harter Arbeit ist."

Alle weiteren Aussagen findet ihr wie gewohnt auf #ArminiaClubTV, wo wir das Video der PK vor #TSGDSC in voller Länge für euch hochgeladen haben:

Im Schwitzkasten

Am Ende der Saison 2007/2008 gelang der TSG 1899 Hoffenheim erstmals der Aufstieg in die Bundesliga. Seitdem konnten die Kraichgauer konstant die Klasse halten und sich im deutschen Fußballoberhaus etablieren. Ihr Heimathafen Sinsheim stellt dabei hinsichtlich der Einwohnerzahl von gut 35.000 das kleinste Licht in der Bundesliga dar - einen Weltrekord konnte sich das Städtchen im Süden Deutschlands dennoch sichern.

Bei dem Stichwort "Sauna" denkt ein jeder vermutlich zunächst an das "Mutterland" der Schwitzräume: Finnland. Gut denkbar, mag man meinen, dass es im hohen Norden auch die größte Sauna weltweit gibt. Aber falsch gedacht. Fündig wird man nicht in Skandinavien, sondern in der Sinsheimer Badewelt. Die im Jahr 2012 eröffnete Wellness-Oase beinhaltet neben vielfältigen Erholungs-, Spa und Gastronomieangeboten auch ein Dampfbad, welches sich durchaus sehen lassen kann: Die Koi-Sauna steht mit 166,6 qm als größte Sauna der Welt im Guinness Buch der Rekorde.

Einen weiteren Rekord, wenn auch von einer gegnerischen Mannschaft, konnte die TSG 1899 Hoffenheim am vergangenen Spieltag auf Schalke unfreiwillig verhindern: Gegen die "Knappen" gab es ein 0:4, wodurch letztere hauchdünn am ewigen Sieglos-Rekord von Tasmania Berlin vorbei schrammten. Allerdings hätte das Spiel auch in eine andere Richtung laufen können, hätten die Hoffenheimer besonders in Abschnitt eins einige ihrer durchaus hochkarätigen Chancen genutzt. Die Gastgeber vom FC Schalke hätten sich nicht beschweren dürfen, hätte es in Hälfte eins mindestens zweimal geklingelt, doch vor dem Tor fehlte der TSG die notwenige Kaltschnäuzigkeit. Die Chancenverwertung der Hoffenheimer ist in dieser Saison noch ausbaufähig.

Neben der Niederlage auf Schalke musste sich die Elf um Cheftrainer Sebastian Hoeneß in den vergangenen Wochen auch gegen Bayer 04 Leverkusen (1:4), RB Leipzig (0:1), und den SC Freiburg (1:3) geschlagen geben. Zudem schieden die Hoffenheimer gegen Greuther Fürth nach einem dramatischen Elfmeter-Krimi im DFB-Pokal aus. Einzig gegen Borussia Mönchengladbach konnte die TSG in jüngerer Vergangenheit mit 2:1 gewinnen. Fairness halber sei an dieser Stelle aber auch die seit Saisonbeginn angespannte Personalsituation bei den Hoffenheimern erwähnt. Einige Corona-Ausfälle und immer wieder Verletzungen sorgten dafür, dass die Cheftrainer Hoeneß fast in jedem Spiel eine neue Elf ins Rennen schicken musste - dass die TSG dazu noch unter Reisestress leidet (Europa League) könnte erschwerend hinzukommen, allerdings qualifizierten sich die Hoffenheimer erstmals in ihrer Vereinsgeschichte für die Zwischenrunde und dies äußerst überzeugend, konnten sie doch 16 von 18 möglichen Punkten in ihrer Gruppe holen.

Am Samstag wohl nicht dabei sind folgende TSG-Akteure: Pavel Kaderabek, Havard Nordtveit, Sebastian Rudy, Ryan Sessegnon, Robert Skov, Kevin Akpoguma, Konstantinos Stafylidis, Ermin Bicakcic, Dennis Geiger, Florian Hübner, Florian Grillitsch und Christoph Baumgartner. Dass die TSG dennoch eine starke Truppe ins Rennen schicken wird, steht außer Frage. Für die Abwehr der Arminen gilt es, gegen Hoffenheim (16.01., HALBVIER) besonders auf die Nummer 27 der Kraichgauer zu achten: Der Stürmer Andrej Kramaric steuerte mit seinen Treffern (8) bislang fast ein Drittel der gesamten Tore seiner Mannschaft (22) bei und brachte damit schon den ein oder anderen Verteidiger ins Schwitzen.

In der Sinsheimer Badewelt gehört das Schwitzen hingegen zum täglichen Programm. Die Koi-Sauna stellt dabei mit die größte Attraktion der Wellness-Anlage dar, denn nicht nur ihre Größe, sondern auch ihr Ambiente ist äußerst beeindruckend: Namensgeber für die Rekord-Sauna ist nämlich ein großes Aquarium voller Koi-Karpfen, die von den Besuchern während ihres Aufenthaltes bestaunt werden können. Des Weiteren bietet das Dampfbad eine wunderschöne Aussicht auf die Landschaft des Kraichgaus. Für die Betrachtung der Umgebung wird am Wochenende allerdings keine Zeit bleiben, zu sehr liegt der Fokus aller auf das Geschehen in der PreZero-Arena (Samstag, 16. Januar, HALBVIER).

Benachrichtigungen

Wir schicken dir bei besonderen Meldungen eine Benachrichtigung direkt in deinen Browser.