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DSC Arminia Bielefeld
Arminia Bielefeld
1 : 0
Hertha BSC
So, 10.01.2021 18:00

Yabos Tor als Belohnung

Arminia zeigt im Heimspiel gegen Hertha BSC eine tadellose Leistung und kann sich mit drei ganz wichtigen Punkten belohnen. Reinhold Yabo mit seinem Treffer in der 64. Minute sorgt für den 1:0-Heimsieg und viele erleichterte Gesichter nach Schlusspfiff.

Für die Partie gegen Hertha BSC nahm Cheftrainer Uwe Neuhaus im Vergleich zum Gladbach-Spiel gleich vier Änderungen vor. Fabian Kunze, Jacob Laursen, Reinhold Yabo und Joakim Nilsson rückten in die Startelf – Manuel Prietl (muskuläre Probleme), Andreas Voglsammer und Noel Niemann fielen für das Spiel gegen die Hauptstädter aus.

In Gedenken an den viel zu früh verstorbenen Ulrich "Uli" Büscher gab es im Vorfeld der Partie eine Trauerminute, zudem liefen beide Mannschaften mit einem Trauerflor auf. Um kurz nach 18 Uhr pfiff Schiedsrichter Guido Winkmann die Partie dann an und schnell wurde klar, dass der DSC die drei Punkte unbedingt in der heimischen SchücoArena behalten wollte.

Zweikampfstark, aufmerksam in der Abwehr und immer wieder mit Nadelstichen nach vorne – so präsentierte sich der DSC von Anfang an. Das Einzige, was zu Beginn der ersten Hälfte auf DSC-Seite fehlte, waren die klaren Torchancen.

Im Verlauf der ersten Halbzeit gelang es den Arminen allerdings zunehmend, Akzente in Richtung Tor der Hauptstädter zu setzen. Nach 34 gespielten Minuten wurde es brenzlig für die "Alte Dame": Kapitän Fabian Klos, der nach einem Zuspiel von Cédric Brunner aus rechter Position zehn Meter vor dem Tor völlig freigestanden hatte, kam im Strafraum der Berliner zu Fall. Zuvor hatte der Schweizer Reinhold Yabo auf rechts schlau hinterlaufen und im passenden Moment von "Ray" den Ball bekommen. Schiedsrichter Winkmann zögerte kurz, zeigte dann aber auf den Punkt.

Nach einer Überprüfung per VAR, die insgesamt über vier Minuten dauerte, stand jedoch fest: Kein Elfmeter für den DSC. Weitere Angriffe verliefen auf beiden Seiten im Sand, weshalb es nach der ersten Halbzeit 0:0 stand.

Die zweite Hälfte brachte bereits nach drei gespielten Minuten die erste Chance für die Arminen hervor: Sergio Córdova konnte einen Patzer in der Berliner Abwehr beinahe bestrafen, strauchelte allerdings mit dem Ball am Fuß und traf nur das rechte Außennetz. Unsere Nummer 18 trug in der 54. Spielminute erneut zu einer guten Torchance bei, an seiner Hereingabe von rechts außen rutschte Klos allerdings hauchdünn vorbei. Weitere Chancen folgten, der DSC war richtig gut im Spiel, die Belohnung dafür fehlte aber weiterhin.

In der 64. Spielminute kam es dann allerdings, wie es kommen musste: Einen langen Einwurf von der rechten Seite Brunners konnte Tousart im Berliner Dress nur unzureichend klären – in der Anschlussaktion setzte sich sich Yabo stark gegen Gegenspieler Pekarik durch und konnte aus acht Metern sehenswert zur längst verdienten Führung treffen! Die Berliner protestierten, da Yabo seinen Körper wuchtig eingesetzt hatte, aber dieses Mal sollte der VAR die Entscheidung nicht revidieren – Tooooor für Arminia, Toooor für die Blauen, 1:0 (64.)!

Die Neuhaus-Elf blieb dran und spielte sich in einen kleinen Rausch. Ritsu Doan hätte sich fünf Minuten nach der Führung beinahe für ein sensationelles Solo belohnen können. Gleich mehrere Gegenspieler ließ er auf engstem Raum stehen, zog in typischer Manier von rechts in die Mitte, um dann kurz vor dem Strafraum mit links auf das lange Eck zu schlenzen – der Ball klatschte an den Pfosten. Leider ist das Leben kein Konjunktiv, aber wäre der Ball reingegangen, wäre Ritsu mit diesem Treffer wohl zumindest mal in der Wahl zum Tor der Woche gelandet. Sei es drum! Die Arminen ließen sich auch vom Aluminium-Treffer nicht unterkriegen und ließen Hertha weiterhin kaum zur Entfaltung kommen.

In Minute 83 konnte der eingewechselte Hertha-Stürmer Piatek zum vermeintlichen Ausgleich treffen, doch der Treffer zählte aufgrund eines zuvor erfolgten Handspiels nicht. Bis zu Minute 95 blieben die Arminen gierig, griffig und bissig, kombinierten sich oftmals in vielen Angriffen bis in die gefährliche Zone der Berliner und ließen nicht nach. Um kurz vor 20 Uhr pfiff der Schiedsrichter die Partie dann endlich ab, sodass der DSC an diesem Sonntagabend die so wichtigen drei Punkte in Bielefeld behält.

Unmittelbar nach Abpfiff reckten mehrere Arminen die Hände in die Luft und guckten teilweise auch erschöpft gen Himmel – vielleicht auch mit dem Wissen, dass von dort oben ein gewisser "Uli" Büscher beide Daumen gedrückt hatte!

DSC Arminia Bielefeld:
Ortega Moreno – Brunner, Pieper, Nilsson, Laursen (76. Lucoqui) – Yabo (86. Gebauer), Hartel (90. Maier), Kunze, Doan (90. Soukou) – Klos (C), Córdova (76. Schipplock).

Hertha BSC:
Schwolow – Pekarik (72. Zeefuik), Stark, Alderete, Plattenhardt (46. Ngankam) – Darida (72. Netz), Tousart, Guendouzi – Lukebakio, Córdoba (65. Piatek), Mittelstädt.

Tor:
1:0 (64.) Yabo.

Gelbe Karten:
Laursen/Pekarik

Torschüsse
Ballbesitz
Eckbälle
Freistöße
Passquote
Zweikampfquote
Fouls
Gelbe Karten
Gelb-Rote Karten
Rote Karten
Abseits
Laufdistanz (km)

Foto-Galerie zum Spiel gegen Hertha

Jawoll! Durch einen schönen Treffer Reinhold Yabos und eine richtig gute Leistung der gesamten Mannschaft bleiben die drei Punkte im Heimspiel gegen Hertha BSC in Bielefeld! Wir haben die besten Bilder zu #DSCBSC in unserer Spieltachs-Bildergalerie für euch. Viel Spaß beim Durchklicken! (Fotos: Thomas F. Starke)

„Das ist noch ein ganz, ganz langes Rennen“

Vor dem zweiten Bundesliga-Heimspiel des Jahres gegen Hertha BSC (Sonntag, 10. Januar, 18 Uhr) traf sich Cheftrainer Uwe Neuhaus wie gewohnt mit den Medienvertretern, um Einblicke in die Mannschaft, das Rennen um den Klassenerhalt und natürlich zur Partie gegen Hertha BSC zu gewähren.

Cheftrainer Uwe Neuhaus über...

...die Lehren aus dem Gladbach-Spiel (0:1):
"Wir haben es defensiv nicht so hinbekommen, wie in dem Spiel zuvor. Daher haben wir diese Woche in jedem Training an der defensiven Grundordnung gearbeitet, sodass wir das am Sonntag gegen Berlin wieder abrufen können. Gegen Gladbach war durch deren Dominanz schnell zu viel Respekt auf dem Rasen. Wir sind dann zum Beispiel nicht ins Gegenpressing gegangen, wo es möglich gewesen wäre. Das wollen wir Sonntag abstellen."

...den kommenden Gegner aus der Hauptstadt:
"Ich glaube, dass Hertha BSC langfristig kein Kandidat für den nackten Abstiegskampf ist. Hertha hat eine richtig gute Mannschaft, die auch immer wieder zeigt, was sie können. Sie gehören eigentlich ein Stückchen weiter oben in die Tabelle. Aber es ist auch eine Mannschaft, die noch keine zwei Spiele in Folge gewinnen konnte. Wir müssen einfach unsere Punkte holen, egal gegen wen und ohne auf andere zu blicken."

...Leihspieler Arne Maier:
"Am Anfang kamen immer noch kleine Rückschläge aus seiner Verletzung dazu, dann etwas aus seinem privaten Umfeld. Wenn er langfristig vernünftig trainieren kann, dann wird er auch wieder spielen. Er trainiert immer wieder richtig gut."

Was Arminias Cheftrainer zudem über die neu terminerten Spiele (Spieltage 19-23) zu "ungewohnten Zeiten" oder auch die Spieler, die momentan etwas "hinten dran" sind, denkt, erfahrt ihr im Video zur Pressekonferenz, welches auf #ArminiaClubTV zu finden ist:

Ein Triumph zum Pferde stehlen

Im zweiten Spiel des neuen Jahres empfängt der DSC Arminia Bielefeld Hertha BSC in der SchücoArena. Unsere Gäste erlebten gegen den FC Schalke 04 zuletzt einen kleinen Befreiungsschlag: Zuhause konnten die Berliner einen 3:0-Erfolg feiern. Eine eher gegenteilige Laune dürfte bei den Hauptstädtern präsent gewesen sein, als sie im Jahr 1806 ihres liebsten Wahrzeichens beraubt wurden.

Vermutlich jeder hat sie schon einmal gesehen: Die Quadriga auf dem Brandenburger Tor in Berlin. Dort thront sie seit über 200 Jahren in Form einer Wagenlenkerin und vier davor gespannten Pferden, deren Häupter gen Osten gerichtet sind. Durch die Bombardierung Berlins im zweiten Weltkrieg wurde das “Vierergespann” nahezu vollständig zerstört, nur ein Pferdekopf blieb ganz, eine Restaurierung folgte nur wenig später. Angefertigt wurde die Skulptur bereits 1793 – sie unternahm einige Jahre später allerdings in Form einer Entführung einen unfreiwilligen Ausflug. Dazu später mehr.

Eine Entführung von Punkten ließen die Berliner am vergangenen Spieltag hingegen nicht zu, wobei die Hertha dabei eine kleine Durststrecke beenden konnte: In den drei vorherigen Spielen konnte kein Sieg errungen werden, stattdessen standen zwei Unentschieden gegen den FSV Mainz 05 (0:0) und Borussia Mönchengladbach (1:1) sowie eine Niederlage gegen den SC Freiburg (1:4) zu Buche.

Herthas Cheftrainer Bruno Labbadia, der bekanntermaßen eine Bielefelder Historie hat, ließ seine Mannschaft in der Vergangenheit häufig im 4-3-3 auflaufen. Dabei stachen vor allen Dingen immer wieder der junge Matteo Guendouzi, französische Leihgabe des FC Arsenal, und der Brasilianer Matheus Cunha hervor. Die beiden sorgten in der jüngeren Vergangenheit immer wieder für spielerische Höhepunkte im Hertha-Spiel – Vorsicht ist dementsprechend geboten.

Aufpassen sollte die Abwehr der Arminen aber auch auf Berlins Stürmer Krzystof Piatek. Zwar wurde der Pole in der laufenden Saison bisher sieben Mal als Joker eingesetzt, konnte nach Einwechslungen allerdings bereits vier Tore erzielen – er ist also immer für eine Überraschung gut.

Eine solche erlebten auch die Berliner im negativen Sinne vor gut 200 Jahren, womit wir wieder beim ersten Teil der Geschichte wären. Da wurde ihnen nämlich ein großer Teil ihres liebsten Denkmals genommen – eine Schmach sondergleichen. Napoleon I. eroberte mittels seiner Feldzüge auch Berlin und hielt die Quadriga scheinbar für ein schickes Andenken an seinen glorreichen Sieg. Er ließ sie demontieren und nach Paris entführen, von wo aus sie sechs Jahre später wieder zurückgeholt wurde. Zwar war sie in ihre Einzelteile zerlegt und in Kisten verpackt, aber bis auf kleinere Transportschäden dennoch unversehrt.

Welche Mannschaft am Sonntag gegen 19:50 Uhr das Spielfeld unversehrt verlässt, wird sich zeigen. An das letzte Heimspiel gegen Hertha hat der DSC gute Erinnerungen, konnte der damals zwei Klassen höher spielende Hauptstadtklub in der zweiten Runde des DFB-Pokals 2014/2015 im Elfmeterschießen geschlagen werden. Nicht das schlechteste Omen.

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