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DSC Arminia Bielefeld
Arminia Bielefeld
0 : 1
Borussia M'gladbach
Sa, 02.01.2021 15:30

Gladbach zu stark

Lange sah es danach aus, als würde sich ein deutlicher Erfolg der "Fohlen" gegen den DSC anbahnen. Eine bockstarke erste Halbzeit des Champions-League-Teams vom Niederrhein, das Übergewicht an Chancen sowie - folgerichtig - das Tor der Gäste in der 58. Spielminute ließ die Arminen Böses erahnen. Doch dann kam die Schlussviertelstunde, es wurde noch einmal spannend und plötzlich war die schwarz-weiß-blaue Elf auf Augenhöhe – der Ausgleichstreffer blieb ihr allerdings verwehrt.

Cheftrainer Uwe Neuhaus vertraute im ersten Spiel des neuen Jahres der gleichen Elf, die Ende Dezember 2020 auf Schalke 1:0 gewonnen hatte. Schon zu Beginn zeigte die Borussia, warum sie sich in einer Champions-League-Gruppe mit u.a. Real Madrid und Inter Mailand durchsetzen konnte. Die Elf von Trainer Marco Rose lief den DSC hoch an, ließ den Ball sauber durch die eigenen Reihen laufen und kreierte im letzten Drittel fast minütlich gefährliche Situationen. So hatten die Borussen nach fünf Minuten bereits drei Ecken und einen vermeintlichen Treffer, der aufgrund einer Abseitsposition jedoch nicht zählte.

In der sechsten Minute waren die Bielefelder im Glück, da Breel Embolo aus kurzer Distanz zunächst den rechten Pfosten traf und im Nachschuss das Tor nur knapp verfehlte. Die Anfangsphase blieb brenzlig für die Arminen, da die Elf vom Niederrhein nicht lockerließ und auch im Ballbesitz überlegen war - nach einer guten Viertelstunde hatte M'gladbach bereits sechs Ecken.

Chancen von Breel Embolo (30. & 35.) und Jonas Hofmann blieben trotz Dauerdruck ungenutzt. Und wie das im Fußball manchmal so ist, hätte der DSC in der 41. Minute beinahe den Spielverlauf auf den Kopf gestellt, doch Manuel Prietl fehlten nach einer Kopfballhereingabe von Kapitän Fabian Klos am zweiten Pfosten Zentimeter, um den Ball aus kürzester Distanz über die Linie zu drücken. Leider ließ auch Sergio Córdova in der Nachspielzeit der einseitigen erste Halbzeit eine gute Chance nach feiner Vorarbeit von Klos ungenutzt, weswegen es mit einem für den DSC schmeichelhaften 0:0 in die Kabinen ging.

Die zweite Hälfte begann ähnlich intensiv, die Gäste waren weiterhin am Drücker und dem Führungstreffer näher als die Gastgeber. Den Hausherren gelang es mit zunehmender Spielzeit allerdings trotzdem ab und an, Lücken zu finden und sich in die gegnerische Hälfte vorzuarbeiten, der entscheidende Ball ließ aber noch immer auf sich warten - das Chancenübergewicht der Gladbacher nahm indes nicht ab, was die "Fohlen" in der 58. Spielminute schlussendlich in die Führung ummünzen konnten. Embolo wurde geschickt, konnte sich gegen die Bielefelder Abwehr durchsetzen und versenkte die Kugel aus zentraler Position im Tor, 1:0. Der ansonsten wie immer stabile und sichere Stefan Ortega Moreno im DSC-Tor konnte in dieser Situation nichts machen.

Nach dem Treffer der Gäste änderte sich zunächst nicht viel, die Gladbacher waren weiterhin die überlegene Mannschaft und suchten immer wieder den Weg zum Tor der Arminen, um ihre Führung auszubauen - eine große Möglichkeit zur Vorentscheidung hatte der emsige Hofmann in der 73. Minute, doch Amos Pieper konnte in letzter Sekunde zur starken Grätsche ansetzen und den Borussen am Schuss hindern, weswegen es beim 0:1 blieb.

In der Schlussviertelstunde witterten die Arminen Morgenluft: Innerhalb weniger Minuten führten mehrere Eckstöße und Konter fast zum ersehnten Ausgleichstreffer, die Versuche wurden dabei jedoch geblockt, abgefälscht oder verfehlten das Tor um einige Meter. Die gezeigte Moral machte das Spiel noch einmal spannend, änderte schlussendlich aber nichts mehr am Ergebnis.

So musste der DSC gegen den Champions-League-Achtelfinalisten Borussia M'gladbach in eine verdiente 0:1-Niederlage einwilligen. Weiter geht's für Arminia am Sonntag, den 10. Januar (18:00 Uhr), mit einem Heimspiel gegen Hertha BSC.

DSC Arminia Bielefeld:
Ortega Moreno – Brunner, Pieper, van der Hoorn, de Medina (71. Lucoqui) – Doan, Prietl (88. Maier), Hartel (71. Schipplock), Gebauer (52. Yabo) – Klos (C), Córdova (52. Kunze).

Borussia Mönchengladbach:
Sommer – Lainer, Ginter, Elvedi, Wendt (84. Bensebaini) – Kramer, Neuhaus (77. Zakaria) – Hofmann, Stindl (C), Herrmann (85. Wolf) – Embolo (64. Plea).

Tor:
0:1 (58.) Embolo

Gelbe Karten:
de Medina, Ortega Moreno/Neuhaus

Torschüsse
Ballbesitz
Eckbälle
Freistöße
Passquote
Zweikampfquote
Fouls
Gelbe Karten
Gelb-Rote Karten
Rote Karten
Abseits
Laufdistanz (km)

Foto-Galerie zum Spiel gegen Gladbach

Das erste Spiel des noch jungen Jahres geht mit 0:1 (0:0) gegen starke Borussen aus Mönchengladbach verloren. Breel Embolo entscheidet mit seinem Tor in der 58. Minute das Spiel. Wir haben die besten Bilder zur Partie gegen den Champions-League-Achtelfinalisten. (Fotos: Thomas F. Starke)

„Dann wäre die Welt wieder in Ordnung“

„Das ist meine erste Pressekonferenz an Silvester“, eröffnete Cheftrainer Uwe Neuhaus den so gewöhnlichen Termin an diesem ungewöhnlichen Zeitpunkt. Zwei Tage vor unserem Fußballauftakt in das Jahr 2021 in der SchücoArena gegen Borussia Mönchengladbach (02.01., Halbvier) sprachen Neuhaus und Sportgeschäftsführer Samir Arabi über die anstehende Aufgabe.

Cheftrainer Uwe Neuhaus über…

…die Silvesterfeierlichkeiten:
“Ich habe der Mannschaft keine Maßgaben mitgegeben. Ich habe zu 1000% Vertrauen in meine Spieler, dass keine Feiern stattfinden werden. Dass man dann mal um 0 Uhr nicht im Bett ist, ist sicherlich normal, aber das war es dann auch. Wir gehen unserem Beruf nach und da ist dieser Abend nichts Besonderes für mich.”

…Wünsche für das Jahr 2021:
“Wir wünschen uns sicherlich alle Normalität nach Corona in unseren Alltag zurürck. Und sportlich wünsche ich mir natürlich den Klassenerhalt. Wenn diese beiden Wünsche in Erfüllung gehen, wäre die Welt schon wieder in Ordnung.”

…den Sieg auf Schalke:
“Das tat uns richtig gut, wir waren überglücklich. Es war wichtig, mit einem Erfolgserlebnis in die Pause zu gehen und das dann genießen zu können. Wir müssen den Rückenwind jetzt mitnehmen und auch im neuen Jahr in jedem Spiel daran glauben, dass wir es gewinnen können.”

…die Weihnachtspause:
“Nach der Woche Pause war es in dieser Woche wichtig, den Rhythmus nicht zu verlieren. Am Anfang war die Mannschaft noch etwas träge, aber im Laufe der Woche hat sie spürbar zugelegt. Die Pause war wichtig und hat uns gut getan, die geistge Frische hat man der Mannschaft angesehen.”

…Borussia Mönchengladbach:
“Borussia war am Anfang der Saison richtig stark, zum Schluss – das haben sie ja selber gesagt – hatten sie etwas Probleme mit der Frische im Kopf und auf dem Platz. Deshalb haben sie auch etwas länger Pause gemacht. Das ist aber eine sehr gute Mannschaft, die ihre Abläufe tief verinnerlicht hat, da kommt richtig Qualität auf uns zu.”

Sportgeschäftsführer Samir Arabi über…

…die anstehende Transferperiode:
“Wir haben sicherlich etwas Bewegung im Kader, aber die Transferperiode beginnt ja gerade erst. Wir lassen uns nicht treiben und werden auch kein wirtschaftliches Risiko eingehen – bei und waltet die Seriösität. Grundsätzlich ist es immer unser Ziel, unseren Kader weiter zu optimieren, ohne dabei aber zu sagen, dass wir der Mannschaft den Klassenerhalt nicht zutrauen würden. Einfach nur einen neuen Spieler zu holen garantiert uns ja auch nicht den Klassenerhalt.”

Was Samir Arabi und Uwe Neuhaus zum Wechsel von Brian Behrendt gesagt haben, wer gegen die Borussia fehlen wird und an welchen Stellschrauben Uwe Neuhaus noch die ganze Saison arbeiten wird, erfahrt ihr im Video der Pressekonferenz auf ArminiaClubTV.

Wenn der Zahn der Zeit nicht nagt

Um in Mönchengladbach ein Stück Zeitgeschichte hautnah erleben zu können, sollten Besucher sich am besten in den Stadtteil Rheydt begeben. Dort steht eine bedeutsame Renaissance-Wasserschlossanlage, das Schloss Rheydt. Erbaut wurde es zwischen 1558 und 1591 und diente damals vermutlich zum militärischen Schutz der Gladbacher Abtei. Mittlerweile hat das historische Schloss allerdings viel mehr zu bieten – hoffentlich genauso viel wie die kommende Partie des DSC, der am Samstag (02.01, HALBVIER) zuhause gegen Borussia Mönchengladbach antritt.

Nahezu vollständig erhaltene Renaissance-Anlagen sind in Deutschland mittlerweile eine Seltenheit. Umso schöner, dass sich Touristen und Einheimische in Mönchengladbach an einem solch historischen Gebäude erfreuen können. Schließlich ist das Schloss Rheydt nicht nur eine der bekanntesten Sehenswürdigkeiten der Stadt, sie dient auch als Treffpunkt für Jogger, Marktstände und kann ebenfalls als Festplatz umfunktioniert werden. Trotz des Wandels der Zeit ist die Epoche der Renaissance bis heute greifbar – das macht das Schloss so einzigartig.

Alles andere als einzigartig ist die baldige Begegnung von Arminia Bielefeld und Borussia Mönchengladbach, trafen sich die beiden Klubs bisher doch schon 38 Mal. 22 Partien konnten die “Fohlen” bisher für sich entscheiden, achtmal ging der Sieg nach Bielefeld, während sich beide Mannschaften genauso häufig mit einem Remis trennten. Das bislang letzte Duell beider Mannschaften dürfte bei Arminia-Fans noch immer fest im Gedächtnis verankert sein: In einer spektakulären Partie zog der DSC – damals in der dritten Liga – im Elfmeterschießen gegen die Borussen ins DFB-Pokalhalbfinale ein.

In der Bundesliga lief es für die Elf von Cheftrainer Marco Rose zuletzt eher mäßig, so konnten lediglich drei Punkte aus den vergangenen vier Spielen geholt werden, ein Sieg blieb den “Fohlen” dabei verwehrt. In einer starken Gruppe mit Real Madrid, Inter Mailand und Schachtar Donezk schaffte die Elf von Cheftrainer Marco Rose nach einer starken Gruppenphase den sensationellen Einzug ins Champions League Achtelfinale – zum ersten Mal seit 1977.

Diese Zeitspanne stellt jedoch nur einen kleinen Ausschnitt des Alters von Schloss Rheydt dar, feiert das historische Gebäude doch in diesem Jahr bereits Geburtstag Nummer 430 seit Fertigstellung. Trotzdem geht die Wasserschlossanlage stets mit der Zeit – neben den jährlichen Ritterspielen, regelmäßigen Mittelalterfesten und des 1922 entstandenen Museums innerhalb der Schlossmauern dient die Sehenswürdigkeit zusätzlich als Veranstaltungsort der Freiluftkonzert-Reihe “Sommermusik Schloss Rheydt”, im Rahmen derer Künstler unter freiem Himmel ihre neusten Lieder zum Besten geben.

Mit der Historie des Schloss Rheydt kann die SchücoArena nicht mithalten – wenn auch nur knapp. Schließlich ist in diesem Stadion seit 1926 so viel passiert, dass sämtliche Geschichten und Anekdoten ebenfalls locker ein ganzes Museum füllen würden (Stichwort MAFA). Ob die Partie Arminias am Samstag gegen Borussia Mönchengladbach einen Platz im MAFA finden wird, bleibt abzuwarten.

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