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DSC Arminia Bielefeld
Arminia Bielefeld
0 : 2
Borussia Dortmund
Sa, 31.10.2020 15:30

Arminia verliert Heimpartie gegen den BVB mit 0:2

Lange hatte sie angehalten, die Serie: Das letzte Mal verlor der DSC Arminia Bielefeld 1999 zuhause gegen Borussia Dortmund. Das Ziel der Heimpartie war daher klar: Punkten. Doch trotz ordentlicher Defensivarbeit und Kämpfergeist bis zum Schluss hielt der DSC dem Dortmunder Druck letztlich nicht stand. Durch zwei Treffer von Weltmeister Mats Hummels muss der DSC Arminia Bielefeld in eine 0:2-Heimpleite gegen Borussia Dortmund einwilligen.

Der DSC um Cheftrainer Uwe Neuhaus stellte sein System zur Heimpartie gegen Borussia Dortmund um und ließ seine Elf in einem 5:3:2 auflaufen. In der Anfangsphase des Spiels bekam der DSC sofort den Druck des BVB zu spüren. Die Borussen agierten mit viel Ballbesitz und versuchten so, die Partie an sich zu reißen. Arminia kam in den ersten zehn Minuten nur zu wenigen Ballaktionen, doch in den folgenden Minuten gelang es dem DSC das ein oder andere Mal, den Borussen den Ball vom Fuß zu spitzeln und eigene Angriffe zu starten.

Borussia Dortmund agierte weiterhin dominant und startete immer wieder Angriffe auf das Bielefelder Tor, während der DSC auf Fehler der Gäste lauerte, um im Anschluss durch Konter dem dominanten Auftreten des BVB etwas entgegenzusetzen. Gegen Ende der ersten Halbzeit verlagerte sich das Spielgeschehen zunehmend in die Hälfte des DSC. Oft erspielten sich die Borussen Eckbälle, die jedoch in keinem Fall große Gefahr ausstrahlten. Zwar konnte der BVB sich häufig bis zum Sechzehnmeter-Raum kombinieren, Abschlüsse auf den Kasten landeten jedoch immer in den Armen von unserem Torhüter – so ging es torlos in die Kabinen.

Die zweite Halbzeit begann so, wie die ersten 45 Minuten aufgehört hatten. Mit viel Druck drangen die Borussen immer wieder tief in die Hälfte des DSC vor und versuchten, Abschlüsse zu finden. In der 52. Minute passierte es dann: Nach einem Eckball kam der Dortmunder Abwehrchef Mats Hummels an den Ball, schob die Kugel im engen Getümmel aus kürzester Distanz ins Tor und bescherte seiner Mannschaft somit das 1:0.

Das erste Tor der Partie änderte zunächst nicht viel am Spielgeschehen. Die Dortmunder waren weiterhin bemüht, den DSC in der eigenen Hälfte einzuschnüren, Arminia versuchte sich immer wieder zu entlasten, legte bei den Gegenangriffen allerdings nicht die gewohnte Ballsicherheit an den Tag. In der 72. Minute konnte der BVB erhöhen: Mats Hummels kam per Kopf zum Erfolg, nachdem die Kugel zuvor von Marco Reus in den “Sechzehner” der Arminen geflankt wurde. Die Schlussphase gab nicht mehr allzu viel her. So blieb es am Ende beim 0:2. Am kommenden Samstag gastiert die Neuhaus-Elf an der Alten Försterei bei Union Berlin (15:30 Uhr).

DSC Arminia Bielefeld:
Ortega Moreno – Brunner (65. Behrendt), van der Hoorn (82. Yabo), Pieper, Nilsson, Lucoqui – Prietl – Doan (65. Edmundsson), Hartel – Klos (C), Schipplock (65. Córdova).

Borussia Dortmund:
Bürki – Meunier, Akanji, Hummels (86. Pisczcek), Passlack – Bellingham, Delaney (82. Witsel) – Sancho (74. Guerreiro), Reus (74. Reyna), Thorgan Hazard (82. Reinier) – Brandt.

Tore:
0:1 (51.) Hummels, 0:2 (72.) Hummels

Gelbe Karten:
Brunner/Delaney

Torschüsse
Ballbesitz
Eckbälle
Freistöße
Passquote
Zweikampfquote
Fouls
Gelbe Karten
Gelb-Rote Karten
Rote Karten
Abseits
Laufdistanz (km)

Foto-Galerie zum Spiel gegen Dortmund

Gegen starke Borussen aus Dortmund muss der DSC Arminia Bielefeld die zweite Heim-Niederlage in Folge einwilligen. Beim 0:2 (0:0) trifft Weltmeister Mats Hummels gleich doppelt – wir haben die Bildergalerie zu #DSCBVB für euch. (Fotos: Thomas F. Starke)

„Keine Selbstzweifel“

Am Samstag (31. Oktober, 15:30 Uhr) empfängt der DSC Arminia Bielefeld erstmals seit über elf Jahren Borussia Dortmund in der SchücoArena. Aus dem Spiel gegen Wolfsburg nimmt DSC-Trainer Uwe Neuhaus einige wichtige Erkenntnisse mit und weiß daher, woran es in den nächsten Wochen noch zu arbeiten gilt. Der PK-Bericht.

Anders als in der vergangenen Woche fand die Pressekonferenz mit Blick auf das Heimspiel gegen den BVB nicht virtuell, sondern in physischer Präsenz statt. Dementsprechend waren Uwe Neuhaus, Samir Arabi, Fabian Klos und einige Journalisten in den Presseraum der SchücoArena gekommen, um mit den DSC-Protagonisten über das aktuelle Geschehen zu sprechen. Dabei ging es zunächst um die neuen Verordnungen hinsichtlich der Corona-Pandemie: "Wie alle Bundesliga-Vereine haben wir die Hinrunde ohnehin ohne Zuschauer geplant. Aber wenn man unser Spiel gegen Köln mit Zuschauern gesehen hat, weiß man, dass ein Spiel ohne unsere Fans ein Handicap für uns ist", so Geschäftsführer Sami Arabi über die bedauerliche Situation. "Klar ist, dass irgendetwas passieren muss, damit die Zahlen zurückgehen. Aber welche Entscheidungen richtig sind oder nicht, das müssen andere entscheiden", fügte Trainer  Neuhaus mit Blick auf die kommenden Wochen hinzu.

Bezüglich des vergangenen Spieltags in Wolfsburg fand Neuhaus sowohl lobende als auch kritische Worte für seine Mannschaft. "Wir wollten Wolfsburg früh stören. Das hat gut geklappt, denn wir haben sie zu vielen langen Bällen gezwungen. Fußballerisch war das in der ersten Hälfte aber viel zu wenig von uns, das haben wir erst in der zweiten Hälfte besser gemacht", bewertete der Übungsleiter die Leistung seines Teams in der Autostadt. Angesprochen auf die kommende Partie gegen den BVB bezeichnete Neuhaus den Kader der Schwarz-Gelben als "ähnlich gut aufgestellt" wie den des FC Bayern München und betonte, dass es "eigene Entlastung" gegen den BVB brauche, um erfolgreich zu sein. Nachdem Cebio Soukou und Cedric Brunner in dieser Woche wieder an allen Trainingseinheiten teilgenommen haben, wird Andreas Voglsammer der einzige Ausfall gegen die Westfalen bleiben.

Trotz der zuletzt eher unglücklich verlaufenen Partien sieht Arabi keinen Grund zur Panik: "Ich habe vor dem Wolfsburg-Spiel gesagt, dass wir gut gestartet sind und da bleibe ich auch bei. Sicherlich hätten wir trotzdem den ein oder anderen Punkt mehr holen können", merkte der Geschäftsführer an, wohlwissend, dass auch die Mentalität der Mannschaft weiter gefordert sein werde: "Wichtig wird sein, dass wir weiter mutig und selbstbewusst auftreten. Es gibt keinen Grund, warum wir das nicht tun sollten", gab Arabi an.

Im zweiten Teil der Pressekonferenz widmete sich Kapitän Fabian Klos den Fragen der Journalisten. Auf das Niveau in der Bundesliga angesprochen, fand er deutliche Worte. "Dass die Bundesliga – neben der englischen Premier League – die beste Liga der Welt ist, hat sich bislang bestätigt. Es ist ganz schön schwierig. Mit vier Punkten kann man nicht von einem Traumstart sprechen, aber wir müssen auch nichts schlecht reden", kommentierte er die bisherige Leistung seiner Mannschaft. Auf die persönliche Leistung angesprochen, äußerte sich Klos nur knapp: "Es geht nicht darum, wann ich mein erstes Tor schieße, sondern darum, nach drei Niederlagen endlich wieder mit dem Punkten anzufangen“, stellte der Kapitän klar. Hinsichtlich des Spiels gegen den BVB sah Klos in seinem Abschluss-Statement hingegen keinen Grund, bescheiden aufzutreten: "Wir haben keine Selbstzweifel. Ich glaube, dass wir auch gegen Dortmund mindestens einen Punkt holen können", so Arminias Nummer neun.

Es grünt so grün – im Ruhrgebiet

Die ersten Assoziationen, die Nicht-Einheimische mit der Stadt Dortmund in Verbindung bringen, haben sich vermutlich bereits eingebrannt: Bergbau, Kohle, Currywurst und Bier sind nur einige der vielen Merkmale, die sich über die Jahre manifestiert haben. Und doch gibt es einen großen, grünen Fleck im Herzen des Ruhrgebiets, der uns mal wieder eines Besseren belehrt und beweist, dass es unklug ist, ein vorschnelles Urteil zu fällen – was mit Blick auf die Partie gegen Borussia Dortmund am Samstagnachmittag ebenfalls wichtig sein wird.

Der Westfalenpark in Dortmund misst eine beeindruckende Fläche von 70 Hektar und stellt damit eine der größten innerstädtischen Parkanlagen Europas dar. Dabei befindet er sich inmitten einer Umgebung, die für vermutlich alles, aber eben keine ausgeprägte Fauna und Flora steht. Sehenswert ist unter anderem der Florianturm, welcher fester Bestandteil der Dortmunder Skyline ist und mit 173 Metern als das höchste Bauwerk der Stadt zu bezeichnen ist. "Florian", wie er liebevoll von den Anwohnern genannt wird, befindet sich im Norden des Westfalenparks, welcher Besucher seit über 60 Jahren einlädt, zu entspannen, Sport zu treiben oder einen Kaffee zu trinken.

In der rund 95 Kilometer entfernten SchücoArena wird am Samstag jedoch kein Kaffeekränzchen abgehalten, sondern um drei Punkte im deutschen Fußball-Oberhaus gekämpft. Im Rahmen der ersten fünf Begegnungen der laufenden Saison präsentierte sich Dortmund als würdiger Vizemeister der letzten Spielzeit und errang zwölf von möglichen 15 Punkten. Damit sind die Westfalen hinter dem FC Bayern München unmittelbarer Verfolger von Spitzenreiter RB Leipzig, der bisher nur zwei Punkte herschenkte. Einzig gegen den FC Augsburg zogen die schwarz-gelben Borussen am zweiten Spieltag den Kürzeren, denn die Partie ging mit 2:0 verloren. Diese beiden Gegentore stellen zum jetzigen Zeitpunkt jedoch die einzigen dar, die Borussia Dortmund in der aktuellen Bundesliga-Saison hinnehmen musste – Bestmarke der Liga! In der Gruppenphase der Champions League sind die Aussichten für Schwarz-Gelb zurzeit jedoch nicht ganz so rosig wie in der Liga. Der BVB gewann zwar im eigenen Stadion gegen Zenit St. Petersburg mit 2:0, musste sich im ersten Spiel gegen Lazio Rom allerdings mit 3:1 geschlagen geben.

Die Atmosphäre im Dortmunder Westfalenpark als "rosig" zu bezeichnen, trifft hingegen absolut zu. Denn neben vielen sportlichen und kulinarischen Angeboten gewährt die grüne Lunge Dortmunds einen Einblick in die Vielfalt der Rose. Besucher können sich an rund 2600 verschiedenen Rosenarten aus aller Welt im Deutschen Rosarium erfreuen, welches im südlichen Teil des Parks zu finden ist, und so ihre romantische Ader ausleben.

Stichwort Romantik – diese sollte mit Blick auf den kommenden Spieltag gegen den BVB eher ausgeklammert werden, was auch die vergangenen Partien gegen die Dortmunder bewiesen. Oftmals ging es heiß her zwischen den Schwarz-Gelben und unserem DSC, welcher in 34 bisherigen Bundesliga-Begegnungen immerhin zwölf Mal gewinnen konnte. Am Samstagnachmittag empfangen wir den BVB zum 18. Mal in der SchücoArena. Wir freuen uns auf die erste Begegnung seit elf Jahren und natürlich auf eine spannende Partie gegen die Borussia aus Dortmund!

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