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DSC Arminia Bielefeld
SV Werder
1 : 0
Arminia Bielefeld
Sa, 03.10.2020 15:30

0:1-Niederlage in Bremen

Der DSC Arminia Bielefeld verliert sein erstes Liga-Spiel des Jahres 2020. Beim 0:1 gegen den SV Werder Bremen kommt der DSC in der ersten Halbzeit nicht wirklich in den Tritt, zeigt dann aber eine sehr gute zweite Halbzeit. Allein, der Ausgleichstreffer will trotz mehrerer guter Chancen nicht fallen. Und als er in der Nachspielzeit dann doch noch fällt, hat der Schiedsrichter etwas dagegen.

Das Bielefelder Trainerteam um Uwe Neuhaus vertraute der gleichen Startelf, die in der Vorwoche den 1. FC Köln mit 1:0 besiegt hatte. Doch gerade in der ersten Halbzeit fand der DSC nicht zu seinem gewohnten Spiel und hatte gegen aggressive und spielfreudige Bremer so seine Probleme. Nachdem die Bielefelder in der 23. Minute noch Glück hatten, als Bittencourt bei seinem vermeintlichen Treffer im Abseits stand, war es rund vier Minuten später dann aber geschehen. Wieder war es Bittencourt, der den Ball versenkte und dieses Mal zählte der Treffer. Bremens Spielmacher war von Mbom gut in Szene gesetzt worden und ließ Stefan Ortega Moreno im Kasten der Bielefelder mit seinem Schuss aus fünf Metern keine Abwehrchance.

In der zweiten Halbzeit zeigte die Neuhaus-Elf dann ihr wahres Gesicht und erspielte sich ein deutliches Übergewicht. Die Bremer kamen nur noch selten aus ihrer Hälfte und mussten mit ansehen, wie der DSC mehr und mehr die Kontrolle übernahm. Die erste große Chance des zweiten Abschnitts hatte Fabian Klos, der mit seinem Kopfball aus wenigen Metern am stark reagierenden SVW-Schlussmann Jiri Pavlenka scheiterte (62.). Der DSC setzte Werder nun unter Dauerdruck. Was fehlte, war der Ausgleichstreffer und etwas Spielglück, denn gleich bei mehreren 50/50-Entscheidungen entschied das Schiedsrichtergespann um Robert Schröder im zweiten Abschnitt nicht unbedingt im Sinne Arminias.

So auch in der Nachspielzeit, als der DSC ein letztes Mal unermüdlich angriff. Eine gefühlvolle Flanke von links landete beim eingewechselten Jóan Símun Edmundssson, der mit seinem Kopfball aus kürzester Distanz an Pavlenka im Werderaner Kasten scheiterte. Der Abpraller landete beim aufgerückten Innenverteidiger Mike van der Hoorn, der sich im Zweikampf durchsetzen konnte und das Leder über die Linie spitzelte. Der Treffer fand jedoch keine Anerkennung, da der Schiedsrichter auf Offensivfoul entschied. Eine zumindest fragwürdige Entscheidung.

Kurz darauf pfiff Schröder die Partie im wohninvest WESERSTADION dann ab und der DSC musste trotz mehr als 63% Ballbesitz in seine erste Liga-Niederlage 2020 einwilligen. Mehr als ärgerlich, denn nach einer zögerlichen Leistung in den ersten 45 Minuten, hätten die Neuhaus-Männer nach einem guten und vielversprechenden zweiten Abschnitt zumindest einen Punkt verdient gehabt.

Jetzt heißt es durchzuatmen und in der Länderspielpause frische Kräfte tanken. Am Samstag, den 17. Oktober empfängt der DSC dann den FC Bayern München zum Heimspiel in der SchücoArena (18:30 Uhr).

SV Werder Bremen:
Pavlenka – Gebre Selassie, Veljkovic, Friedl, Augustinsson (C) – M. Eggestein, Klaassen (75. Groß) – Mbom, Bittencourt (81. J. Eggestein), Sargent (81. Selke) – Füllkrug (74. Chong).

DSC Arminia Bielefeld:
Ortega Moreno – Brunner, Pieper, van der Hoorn, Lucoqui (71. Laursen) – Prietl, Hartel, Doan (88. Edmundsson) – Soukou (88. Yabo), Klos (C), Córdova (71. Schipplock).

Tor:
1:0 (27.) Bittencourt

Gelbe Karten:
Friedl, M. Eggestein/Lucoqui, van der Hoorn

Torschüsse
Ballbesitz
Eckbälle
Freistöße
Passquote
Zweikampfquote
Fouls
Gelbe Karten
Gelb-Rote Karten
Rote Karten
Abseits
Laufdistanz (km)

Foto-Galerie zum Spiel in Bremen

Irgendwie sollte es nicht sein. Trotz einer guten zweiten Halbzeit mit gleich mehreren Chancen verlor der DSC Arminia Bielefeld sein erstes Ligaspiel im Jahr 2020. Wir haben die Bilder des Spiels aus dem wohninvest WESERSTADION. (Fotos: Thomas F. Starke)

„Dass da jetzt überall Bundesliga steht, …“

Die ersten beiden Spiele hat der DSC Arminia Bielefeld im wahrsten Sinne „gut über die Bühne gebracht“. Dass diese Bühne jetzt Bundesliga anstatt zweiter Bundesliga heißt, die Spiele in größeren Stadien und Arenen ausgetragen werden und die Gegenspieler größere Namen haben, beeindruckt Amos Pieper jeden Spieltag aufs Neue. Dies verriet er auf der Pressekonferenz vor dem Gastspiel beim SV Werder Bremen.

Zwei Tage vor dem Auswärtsspiel beim SV Werder Bremen – welches leider vor leeren Rängen ausgetragen wird – trafen sich DSC-Cheftrainer Uwe Neuhaus, Geschäftsführer Sport Samir Arabi sowie Innenverteidiger Amos Pieper mit den Medienvertretern, um über die aktuelle Lage beim DSC zu sprechen.

Hatte Uwe Neuhaus auf der Pressekonferenz noch mitgeteilt, dass er und sein Team sich wünschen würden, vor Zuschauern zu spielen, war es rund eine Stunde nach Ende der Pressekonferenz in der SchücoArena traurige Gewissheit. Die Partie des dritten Bundesliga-Spieltages zwischen Werder und dem DSC im wohninvest WESERSTADION findet wegen erhöhter Corona-Zahlen ohne Zuschauer statt. Dies entschied der Bremer Senat am Donnerstagnachmittag.

Über Neuzugang Mike van der Hoorn, der in den bisherigen zwei Bundesliga-Partien jeweils durchspielte und dabei gute Leistungen zeigt, verlor der DSC-Übungsleiter in der Pressekonferenz nur gute Worte: “Mike zeigt, auf was für einem Level er schon gespielt hat und bringt seine Erfahrung gut rein. Er hat sich sehr schnell in der Mannschaft zurecht gefunden.” Ebenfalls positiv erwähnte Neuhaus an gleicher Stelle Innenverteidiger Joakim Nilsson, der in der Aufstiegssaison noch zum Stammpersonal gehörte und momentan noch auf seine ersten Bundesligaminuten wartet: “Joakim ist ein absoluter Vollprofi, der keine schlechte Stimmung in die Mannschaft bringt. Er weiß, dass er sich weiter auf einem Toplevel halten muss, um dann bestmöglich da zu sein, wenn er seine Chance bekommt.”

Eine weitere Chance, sich bei der deutschen U21-Nationalmannschaft zu präsentieren, erhält Amos Pieper, der wiederholt für die deutsche U21 nominiert wurde: “Ich bin froh, nominiert worden zu sein”, so der Innenverteidiger, der sich mit den bisher gezeigten Bundesliga-Leistungen seines Teams ebenfalls zufrieden zeigte: “Wir haben erst ein Gegentor kassiert, das ist sehr ordentlich, auch die Punkteausbeute ist super, das hätten wir vorher sicherlich so genommen.”

Angesprochen auf seine ersten Eindrücke der höchsten deutschen Spielklasse, berichtete der 22-Jährige: “Der erste Bundesligasieg, die größeren Stadien, die Professionalität, die größeren Namen, dass da jetzt überall Bundesliga steht…das kann man jetzt erst greifen und das macht im Moment unheimlich viel Spaß.” Auch wenn der Start mit vier Punkten aus zwei Spielen durchaus positiv war, stellte Pieper klar, dass das Team erst noch zeige müsse, ob man auch langfristig mithalten könne.

Eine weitere Möglichkeit besteht für die Neuhaus-Elf schon am Samstag beim Gastspiel in Bremen. “Für beide Mannschaften wird das ein richtungsweisendes Spiel und am liebsten wollen wir natürlich drei Punkte mitnehmen.” Nathan de Medina und Andreas Voglsammer werden weiterhin fehlen.

Wie aus einem Kräftemessen der SV Werder entstand

Das Tauziehen wird in vielen Ländern dieser Welt als Kulturgut betrachtet und hat eine lange Geschichte. 1900 gehörte das Tauziehen sogar zum Programm der olympischen Spiele. Ein Jahr zuvor entstand der heutige Verein SV Werder Bremen und wirft man einen Blick auf die Entstehungsgeschichte der Grün-Weißen, wird man automatisch mit dem Tauziehen konfrontiert.

Selbst in Deutschland gibt es heutzutage noch um die 30 Vereine, die sich wettkampfmäßig um das Tau streiten. In der Fußball-Bundesliga sind es 18 Vereine, die sich weniger um das Tau, sondern viel mehr um den Ball und Punkte streiten – einer von ihnen ist der SV Werder Bremen. Der Legende nach gewann eine Gruppe Jugendliche bei einem Tauziehwettbewerb 1899 einen Fußball und beschloss daraufhin, den Fußball-Verein Werder Bremen zu gründen. Mittlerweile ist aus dem FV der SV Werder Bremen geworden und mit ihm einer der erfolgreichsten Klubs Deutschlands (viermal deutscher Meister, sechsmal DFB-Pokal-Sieger).

Dieser wird seit Ende Oktober 2017 vom 37-jährigen Florian Kohfeldt trainiert, der mit seiner Elf in einer spannenden Relegation gegen den Zweitligist FC Heidenheim im vergangenen Sommer knapp den Klassenerhalt schaffte. Dies sorgte dafür, dass Werder in seine nun 40. (!) Bundesliga-Saison in Folge geht und damit der Verein ist, der am längsten ununterbrochen im deutschen Oberhaus spielt.

In die aktuelle Saison starteten die Grün-Weißen mit einer Heim-Niederlage (1:4 gegen Hertha BSC) und einem Auswärtssieg (3:1 auf Schalke). Besonders SV-Angreifer Niclas Füllkrug machte mit drei Toren auf Schalke auf sich aufmerksam. Ebenfalls auf sich aufmerksam machte in der jüngeren Vergangenheit Milot Rashica, der in den bisherigen beiden Spielen noch nicht zum Einsatz kam, gegen den DSC aber wieder dem Kader angehören könnte. Um den hochtalentierten Kosovaren rankten sich in den vergangenen Wochen immer wieder Wechselgerüchte. Genauso um den niederländischen SVW-Mittelfeldakteur Davy Klaassen, der mit einem Wechsel zu seinem Heimatverein Ajax Amsterdam in Verbindung gebracht wird.

Verbindung ist ein gutes Stichwort. Zwischen dem SV Werder und seinen Fans besteht eine ganz besondere, weswegen das wohnivest WESERSTADION als eines der stimmungsreichsten der Bundesliga gilt. Ob am Samstag allerdings vor Zuschauern gespielt wird, ist derzeit noch nicht abzusehen, da die Hansestadt die erste Obergrenze für Coronavirus-Neuninfektionen gerissen hat.

Nicht gerissen ist das Tau bei einem Tauziehwettbewerb im Jahre 1899, welches im Eingang dieses Textes thematisiert wurde. Der Anfang der Geschichte des SV Werder Bremen.

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